Device Art erstmals auf der Ars Electronica

Von 4. bis 8. September findet in Linz das Festival Ars Electronica statt. Zum ersten mal widmet sich die Ausstellung in diesem Jahr der jungen Kunstform »Device Art». 



Humorvoll, verspielt, etwas schräg – Device Art  präsentiert sich als Kunstform, die herkömmliche technische Geräte mit ebenso eigenwilligen wie ausgefeilten Designs versieht. Ergebnis dieser kreativen Liaison sind funktionstüchtige Objekte, die Kunst, Design und Technologie augenzwinkernd miteinander verbinden. Diese Kultivierung von Alltagsgegenständen und alltäglichen Handlungen hat in Japan, dem Ursprungsland der „Device Art“, lange Tradition.

So ist auf der ars electronicaneben der »Robot Mask» (siehe unten) von Kenji Suzuki und Dushyantha Jayatilake, die Patienten mit halbseitiger Gesichtslähmung in der medizinischen Rehabilitation unterstützt, auch der fernsteuerbare »Mr Knocky» (siehe oben) zu sehen, das neueste Mitglied aus Novmichi Tosas Instrumentenserie, »Otamatones». Und für »A Couple of Irons» (unten) integrierte Eric Siu eine Kamera und einen Bildschirm in zwei herkömmliche Bügeleisen. Alles, was mit der Kamera des einen Bügeleisens aufgenommen wird, ist auf dem Bildschirm des anderen sichtbar. Bei diesem absurden Pärchen soll die kreative Interaktion im Mittelpunkt stehen.

Die Gruppe „Device Art“ wurde 2004 rund um den Wissenschaftler Hiroo Iwata von der Universität Tsukuba in Japan gegründet. Finanziert wird das Projekt „Device Art“ vom Core Research for Evolutional Science and Technology (CREST) der Japan Science and Technology Agency. Die Ausstellung im Ars Electronica Center zeigt neben Arbeiten der japanischen Gruppe auch Werke von KünstlerInnen des ART|SCI Center der University of California Los Angeles und des in Zagreb, Kroatien, beheimateten Bureau of Contemporary Art Praxis „Kontejner“.

Unter dem übergreifenden Motto »C … what it takes to change» beschäftigt sich das Festival diesmal mit der Frage, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen es braucht, damit sich gesellschaftliche Innovation und Erneuerung entfalten und wirksam werden können. Im Mittelpunkt steht dabei das Konzept »Kunst als Katalysator».




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