Menü aus dem 3D-Drucker

Ein amerikanischer Forscher arbeitet mit VR-Brille und 3D-Drucker an einem Nahrungsersatz.



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Es müssen nicht immer imposante 360-Grad-Panoramen sein, wenn Virtual Reality-Accesoires zum Einsatz kommen: Mit dem »Project Nourished» hat sich ein Team aus Designern, Ingenieuren und Köchen daran gemacht, Menüs zu entwickeln, die man zum einen mit der VR-Brille Oculus Rift visuell wahrnehmen kann, speziell angefertigte Gelatine-Stücke sollen zum anderen ergänzend die Geruchs- und Geschmacksinne bedienen, um die Illusion einer echten Mahlzeit zu erzeugen.

Für die künstliche Nahrung bediente sich das Projekt bei den Erkenntnissen der veganen und allergen-freien Ernährung:  Grundlage ist eine Masse aus Agar und Pektin, eine Art formbare Gelatine, die beispielsweise mit Shitakee-Pulver angereichert wird, um Fleischgeschmack zu imitieren. Ein 3D-Drucker bringt diese Masse in eine beliebige Form und ein Aroma-Diffusor mixt den entsprechenden Duft zusammen. In Kombination mit dem Virtual-Reality-Headset soll aus dem geformten Drops ein ansprechendes Menü werden.

Inspiriert sei das Projekt zum einen vom Protagonisten des Kinderromans Peter Pan und von seinem Stiefvater, verrät Initiator Jinsoo AnUX-Designer und Wissenschaftler an der University of California in Berkeley. Aufgrund von Diabetes musste sein Verwandter die Ernährung umstellen und auf viele Gerichte verzichten. Wie Peter Pan, der in der Verfilmung »Hook» allein mittels  seiner Vorstellungskraft einen klebrigen Brei in ein Gourmet-Menü verwandelt, macht An mit seiner Methode  aus geformter Gelatine Mahlzeiten, die Blutzucker oder Cholesterinwerte nicht belasten.

Bald, so verkündet An auf der Webseite des Projekts, soll es möglich sein,  die Menüs mittels wiederbefüllbarer Kartuschen mit einem 3D-Drucker selbst auszudrucken.




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