4 Tipps zum Umgang mit Naturpapier

Naturpapiere sind die Diven unter den Bedruckstoffen. Das müssen Sie wissen über Motivwahl, Papiervolumen, Veredelung und über die Recherche nach dem passenden Druckdienstleister.



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1. Motiv berücksichtigen.
Wählen Sie die Papiersorte nicht nur nach Aussehen und Haptik, sondern bereits passend zum Motiv! Für große Farbflächen eignen sich satinierte Papiere, weil sie im Druck homogener sind. Natürliche Töne wie Hautfarben sehen auf optisch stark aufgehellten Sorten oft nicht sehr freundlich aus.

2. Vorsicht Volumen!
Ein höheres Volumen sorgt für eine schönere Haptik. Gleichzeitig wird aber die Oberfläche rauer, sodass der Druck wolkiger aussieht. Es gilt: je höher das Volumen eines Naturpapiers, desto diffiziler seine Handhabung.

3. Veredelung abstimmen.
An Veredelungen ist alles möglich – wichtig ist nur, einen Drucker mit Erfahrung zu finden. Vor allem Prägungen sind schön, weil sie sich quasi ins Papier hineinschmiegen. Bei der Weiterverarbeitung sind längere Trocknungszeiten zu berücksichtigen. Es sei denn, man druckt mit der LE-UV-Technologie, dann ist die Farbe sofort trocken.

4. Erfahrenen Druckdienstleister finden.
Sind Sie unsicher, ob die Druckerei Naturpapiere »kann«, sollten Sie folgende Parameter abklopfen:
(a) Nimmt sie Anpassungen auf die verschiedenen Tonwertzunahmen in der Maschine vor?
(b) Ist beim Digitalproof eine Farbanpassung auf das Auflagenpapier möglich?
(c) Verwendet sie ein Proofpapier, das hinsichtlich der optischen Aufheller dem Auflagenpapier möglichst ähnlich ist?
Einige Druckdienstleister haben spezielle Verfahren zum Umgang mit Naturpapieren entwickelt. Beispielsweise den High-Gamut-UV-Workflow, den Highendmedia für die Druckerei Vogl ausgearbeitet hat, oder Beisner Druck mit Natur-Plus. Beide Verfahren basieren auf der neuen LE-UV-Technologie. Die offiziellen Standardprofile inklusive Dokumentation gibt’s auf der Website der ECI European Color Initiative.

 

Im PAGE eDossier »Designratgeber: Umweltfreundlich drucken« erfahren Sie, was Designer und Kunden tun können, damit Printerzeugnisse wirklich nachhaltig sind.

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Blauschwarz, Grauschwarz und/oder Tiefschwarz auf Naturpapier zu drucken zählt definitiv zu den Königsdisziplinen im 4c-Druck. Mehr dazu im PAGE eDossier »Schwarz-Druck«.

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Der Printjob selbst, aber auch die Druckveredelung von Naturpapieren können einige unschöne Überraschungen bergen. Mario Drechsler von der Produktionsagentur Highendmedia erklärt in einem Interview, was Sie beim Drucken auf Naturpapier unbedingt beachten müssen. 


Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie »Schöne Projekte auf Naturpapier«.


Welche Papierveredelungen eignen sich fürs Drucken auf Naturpapier? Mehr dazu in unserer Serie Druckveredelungstechniken.


»Schwarze Kunst« – das sind 10 Tipps zu den wichtigsten Aspekten rund um die Printproduktion: RecyclingFarbmanagementDruckprofileVeredelung,
DesignpapiereDigitalproofsRGB oder CMYK?Neon- und MetallicfarbenBlitzer vermeiden und Überdrucken.


Druckdienstleister-Report: Besonders versierte und kreative Druckereien stellen wir Ihnen hier vor.

 


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