10 Tipps: So konzipieren und gestalten Sie TV-Apps

Die meisten TV-Apps erfüllen ihren Zweck – irgendwie. Konzepte für wirklich attraktive Smart-TV-Interfaces haben allerdings ein entscheidendes Merkmal: Sie stellen den User von Anfang an in den Mittelpunkt.



Mit der zunehmenden Verbreitung von Smart-TVs steigen auch Bedarf und Interesse an Anwendungen für den großen Bildschirm. Aber der TV-Screen ist nicht nur größer, sondern bedient auch einen völlig anderen Nutzungskontext. Der User lümmelt zurückgelehnt auf dem Sofa herum und steuert das Interface mit einer TV-Fernbedienung. Zwei gute Gründe dafür, dass die User Experience für diese Geräte anders gedacht werden muss als für die herkömmlichen Devices.

Mit den folgenden 10 Tipps bringen Sie die User Experience auf den richtigen Weg.

1. Denken Sie zuerst an den Nutzer 

Grundlage jedes User Interfaces und jeder zu gestaltenden User Experience sind die Anforderungen – aber eben nicht nur die des Anbieters,sondern auch und vor allem die des künftigen Nutzers.

2. Entwickeln Sie nichts im Elfenbeinturm

Fragen Sie den User. Setzen Sie dabei auf iterative Prozesse, die immer wieder aufs Neue abfragen, ob der Nutzer mit dem Angebot glücklich ist.

3. Alle Beteiligten an einen Tisch

Beziehen Sie bei größeren Projekten möglichst früh alle involvierten Parteien mit ein und sorgen Sie dafür, dass alle internen Erfordernisse besprochen werden.

4. Vermitteln Sie den userzentrierten Ansatz

Werben Sie beim Kontakt mit Fachabteilungen schon in einer frühen Phase für die keineswegs selbstverständliche Vorstellung, dass der User und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen sind.

5. Vermeiden Sie,  in Features zu denken und zu planen

Stellen Sie stets die vom User ausgehenden Erfordernisse in den Vordergrund. Erst aus ihnen ergeben sich die Nutzungsanforderungen.

6. Stellen Sie die richtigen Fragen

Fragen Sie den User nicht einfach nach Wunschfeatures. Verwenden Sie Kontextinterviews, um zu ermitteln, welche grundlegenden Wünsche dem Nutzer am wichtigsten sind.

7. Denken Sie stets an den Kontext

Ein Interaktionsparadigma zu entwickeln heißt nicht, alles in ein starres Schema zu pressen. Entwickeln Sie kontextbezogene Ansichten, die situations- und anlassbezogen auf Nutzerwünsche eingehen.

8. Es müssen nicht immer Wireframes sein

Wenn Wireframes auf Ablehnung und Unverständnis stoßen, bauen Sie einen navigierbaren Prototyp, der sich im realen Kontext (vom Sofa aus mit der Fernbedienung) nutzen lässt.

9. Animationen und Gimmicks sind erlaubt

Aber sie müssen attraktiv sein. Zugleich dürfen sie auf keinen Fall notwendig sein: Im fragmentierten TV-Bereich können nicht alle Geräte sie gleichermaßen darstellen.

10. Keine Debatte ohne den User

Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Entwicklungsfraktionen gilt: Wenn zwei sich streiten, fragen Sie den Dritten – den User. Dann entsteht auch ein Produkt mit Features, die der Nutzer wirklich braucht und in der Praxis auch nutzen kann und will.




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