Typedesigner

Namen wie Jan Tschichold (Schöpfer der Sabon), Kurt Weidemann (Biblica), Gert Wunderlich (Antiqua Maxima), Hermann Zapf (Zapf Dingbats), Adrian Frutiger (Avenir, Linotype Didot, Frutiger) oder Max Miedinger (Helvetica) sind wohl jedem Kommunikationsdesigner geläufig. Und MetaDesign-Urvater Erik Spiekermann, mit dem PAGE seit Jahr und Tag in engem Dialog steht, um Trends und Feinheiten in Typografie, Schriftsatz und Druck zu erörtern, ist uns sicher nicht bös, wenn wir ihn in einem Atemzug nennen mit Namen wie Carol Twombly (Myriad), Gerard Unger (Swift), Neville Brody (Gothic), Matthew Carter (Verdana) oder Christian Schwartz (Hairspray) oder »Bodoni Godfather« Morris Fuller Benton …

Ab hier seien der Einfachheit halber nur die Olympioniken des Typedesigns selbst genannt, denn die Liste ist mit Namen wie Tobias Frere-Jones, Zuzana Licko, Eric Gill, David Carson, Stefan Sagmeister, Paula Scher, Massimo Vignelli, Robert Slimbach oder Paul Renner längst nicht erschöpft, und die zahlreichen Newcomer und frischen Experimentatoren der Szene haben wir dabei noch gar nicht genannt … lesen Sie doch einfach nach in fast jeder neuen Ausgabe PAGE.

Typedesigner und Typografen bewegten sich immer schon in einem für Außenstehende undurchdringlich erscheinenden Nebel, in den gehüllt sich Kunstkennerschaft und Werkbank, Bibliophilie und technisches Tüftlertum die Hände reichten. Leitsysteme, Briefmarken, Grabsteingravuren, eben nicht nur Bücher und Zeitschriften, künden von ihrem wichtigen Wirken, das wie keine andere Handwerkskunst wunderbar unaufdringlich, ja fast unterschwellig von der wohl wichtigsten Kulturkompetenz des Menschen kündet: dem Lesen – ganz gleich, was Zukunftsforscher sagen. Um diese auch angemessen ins digitale Universum zu tragen, haben sich Typografen unserer Zeit (PostScript, TrueType, OpenType und zuletzt WOFF sei Dank) längst aufgemacht, nicht nur die digitale Schriftenverarbeitung in aller Formenvielfalt möglich zu machen, sondern auch das Web, mobile Devices und Smartwatches mit neuen Schriftbildern zu verschönern.

PAGE berichtet seit 1986 exklusiv aus der Arbeitswelt von Typedesignern und befragt Praktiker und Theoretiker zu diesem vielschichtigen Thema, das immer wieder aufs Neue kulturelle Implikationen überdenkt sowie Einflüsse, Natur und Zweck seines Materials – Buchstaben – diskutiert und hinterfragt. Das macht sie so interessant, sympathisch und angreifbar, die Sprecher und Vertreter der Szene, die eben nicht nur im stillen Kämmerlein Orchideen-Typen züchten, sondern auch kühl, unternehmerisch und zugleich enthusiastisch vorgehen müssen, wenn sie Foundries gründen und unterhalten oder für Kundenunternehmen Hausschriften, Wortmarken oder Leitsysteme entwerfen und diese zu verteidigen haben.

PAGE liefert immer wieder aktuelle Updates für Studienanfänger und solche, die es werden wollen: Welche Ausbildungswege bieten sich an, wenn man später Schriften gestalten möchte? In welchen grafischen Erwerbszweigen ist man gut aufgehoben, um mit dem Schwerpunkt Typedesign nicht nur für die Kunst, sondern auch für die eigene Miete zu wirken?

Ganz gleich, wie sehr sich die Kreativberufe und die Medienbranche noch verändern werden, ganz gleich, wie sehr das Bild über das geschriebene Wort triumphiert – über und für Typedesigner und Typografen wird PAGE immer Schriften herzeigen und darüber schreiben. Großes Punzen-Ehrenwort!

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