Wie NFC die Museumslandschaft revolutioniert

In den Landesmuseen Schloss Gottorf wurden die Besucher per NFC zu Unterwasserarchäologen. Die simple Erkennungstechnik bietet viel Potenzial für den Ausstellungsbereich.



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Die Vorteile eines digitalen Museumsguides sind offensichtlich – besonders bei der Ausspielung der Inhalte in mehreren Sprachen. Keine aufwendig produzierten Booklets, keine ewig langen Texttafeln – sondern alle Informationen in einer App gebündelt.

Eine Herausforderung ist dabei die Standorterkennung, die die punktgenaue Auslieferung von Informationen ermöglicht. Bei ihrer Arbeit für das Museum Schloss Gottorf in Schleswig und dessen Ausstellung »Von Degen, Segeln und Kanonen« über den großen Nordischen Krieg entschied sich die Bremer Kreativagentur Gruppe für Gestaltung für die Erkennungstechnik NFC. Diese wurde im Ausstellungsbereich bislang nicht verwendet.

»Wir haben uns alles angeschaut: von Augmented Reality über RFID bis hin zu Bar- und QR-Codes«, berichtet Geschäftsführer Carsten Dempewolf. Da AR noch zu fehleranfällig und aufwendig in der Erstellung der Inhalte sei und QR-Codes zu unansehnlich und umständlich in der Handhabung, habe man sich letztlich für NFC entschieden.

Eine Technik, die so einfach wie selbsterklärend ist.

Als technischen Partner holte sich GfG den NFC-Spezialisten Tuomi aus Luxemburg ins Boot. Dieser stattete unter anderem Schweizer Straßenbahnhaltestellen mit einem Bezahlsystem auf NFC-Basis aus.

Nach den ersten positiven Erfahrungen mit der Technik will GfG sie auch in weiteren Ausstellungen einsetzen. »In der nächsten Entwicklungsstufe wollen wir mehr Interaktion mit dem Umfeld integrieren«, sagt Dempewolf. So könnte das Tablet auch die Umgebung beeinflussen und zum Beispiel das Licht oder die Raumfarbe verändern.

Weitere Informationen lesen Sie im ausführlichen Making-of in PAGE 11.2015, die Sie hier bestellen können.

Außerdem hat die GfG einen kurzen Film über ihr Ausstellungskonzept und die Anwendung von NFC gedreht:

MUSEUM 2.0 – NFC revolutioniert die Museumslandschaft from GfG / Gruppe für Gestaltung on Vimeo.




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