Wie man den Nachwuchs zum Wählen bringt, zeigen diese Kampagnen

Was passiert, wenn junge Menschen nicht zur Wahl gehen, haben die Entscheidung für den Brexit und wohl auch die Wahl Donald Trumps gezeigt. Studierende der AMD haben drei Kampagnen für Jungwähler entwickelt, die den Lebensnerv ihrer Generation treffen.



AMD Plakate zur Bundestagswahl 2017

Es ist eine frustrierende Entwicklung: Von Politikern und Politik verdrossen, machen immer weniger Menschen von ihrem demokratischen Grundrecht Gebrauch, zu wählen. Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl sinkt seit Jahren – und gerade auch junge Leute sind unentschlossen, ob sie zur Wahl gehen.

Wie man etwas dagegen machen könnte, haben sich Studierende des Marken- und Kommunikationsdesign der AMD Akademie in Düsseldorf überlegt.

Entstanden ist der Countdown 24:09:17 von Louisa Maciejewski und Klaus Schwarzer, die mit der Idee

Wir lassen uns die Zukunft nicht versauen

starteten und daraus das Countdown Festival entwickelten, das vier Mal vier Wochen vor der Wahl an vier verschiedenen Standorten stattfinden soll.

Auf Plakaten in stilisierten Deutschlandfarben und überzogen mit einer Knarre, der Merkel-Raute und einer Krone, kündigen sie Bands wie Kraftklub, Die Toten Hosen oder auch Samy Deluxe an, die als Influencer gleichzeitig Teil der Kampagne sind. In Social Media, Guerilla-Aktionen und multimedialen »Info-Häusern« wird direkt an Jungwähler appelliert, sich eine Meinung zu bilden.

Nicht länger zuschauen/Meinung teilen

ist das Credo von Miriam Mennicken und Nicole Rübel, die in ihrer Kampagne Kinder der 90er – Stimme der Zukunft eine neue politische Grundhaltung der Generation fordert, die in den 90ern geboren sind.

Die Ästhetik dieser Zeit nehmen sie in der pixelhaften Typografie der Kampagne auf, gestalteten Plakate, auf denen man seine persönliche Meinung hinterlassen kann und entwickelten Gameboy-Spiele, die über die verschiedenen Parteiprogramme informieren.

Beide Arbeiten sind so mitreißend und auf Augenhöhe mit den jungen Wählern, dass man es noch mehr bedauert, dass von professioneller Seite aus so wenig Kampagnen dieser Art gestaltet werden.


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