Wie Gestalter gemeinsam das Logo des legendären Women’s March entwickelten

Es ist das Logo einer der momentan größten Bewegungen weltweit: Das Women’s March Logo, das pro bono und in weniger als einer Woche entstand. Wie es dazu kam …



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Im Januar gingen beeindruckende Bilder um die Welt: Mehr als 4.2 Millionen Menschen, zum größten Teil Frauen und viele von ihnen mit pinker Mütze mit Katzenohren auf dem Kopf, demonstrierten beim Women’s March in Washington D.C. und darüber hinaus gab es 600 Schwestermärsche in anderen Städten.

Unter #WhyIMarch formierte sich eine Bewegung, die Respekt fordert, gerade nach dem Wahlsieg Donald Trumps, und das bringt sie seither so friedlich wie kreativ zum Ausdruck.

Neben den Millionen Menschen waren auch immer die zahlreichen Plakate zu sehen, die von der Star-Wars-Prinzessin Leia über die »We The People«-Plakate von Shepard Fairey (Obama »Hope«) zu selbstgemalten Kinderzeichnungen reichten – und überall sah man dazu die Silhouetten dreier Frauen in Rot, Blau, Weiß, ganz wie die amerikanische Flagge.

Dieses Logo des Women’s March entstand in weniger als einer Woche. Gleich mehrere Gestalter und die Kreativagentur Big Monocle aus San Francisco arbeiteten an einer Brand Strategy für die Bewegung, pro bono natürlich.

Unter ihnen der deutsche Artdirector Wolfgang Strack, der 2011 in die USA kam auch, weil ihn die Vielfalt, die dort herrscht, so fasziniert hat und die mit der Wahl Donald Trumps plötzlich zur Zielscheibe wurde.

Seine Skizze von den Silhouetten dreier Frauen, die für Diversity stehen, aber auch für Solidarität und dafür, mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen, wurde schließlich ausgewählt und von der Illustratorin Nicole LaRue aus Portland, Oregon, umgesetzt. Von ihr stammt auch die Farbgebung und darüber hinaus entwickelte sie Sticker auf denen Sprüche wie The Future is Female! I Fight Like A Girl!, Wild feminist! oder Girl Almighty! zu lesen ist.

Und die Frauen marschieren weiter. Am 1. Mai in Los Angeles erneut, zum Tag der Arbeit und in Zusammenarbeit mit der Initiative Rock The Vote, die zur Wähler-Registrierung aufruft, um durch seine demokratische Stimme die eigenen Rechte durchzusetzen. Zugleich sind Streiks geplant und haben sich zahlreiche lokale Initiativen gegründet in denen Frauen gemeinsam politisch arbeiten oder sich gegenseitig unterstützen.

Gefördert wird das alles auch durch den Verkauf der vielfältigen Merchandise-Artikel, die von Stickern zu Cappys, Plakaten, Taschen und Flaggen reichen. Bereits im ersten Monat kamen so 1.3 Millionen Dollar zusammen.


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