Waffenrechner: Flüchtlingshilfe statt Panzer

Wie viel meines Geldes fließt in die Einkäufe der Bundeswehr? Und wie könnte man damit die Flüchtlingshilfe unterstützen? Eine toll gestaltete, kostenlose App zeigt es.



Neues Feature rechnet Rüstungsausgaben in potenzielle Flüchtlingshilfe um

Bereits 2014 entwickelte die Studentin Alisa Ceh an der ecosign/Akademie für Gestaltung in Köln den Waffenrechner.

Auf dem iPad konnten Nutzer sich ausrechnen lassen wie viel von der Mehrwertsteuer ihrer Einkäufe in die Waffenkäufe der Bundeswehr fließt – von Panzern über Handgranaten, Messern zu Munition.

Ein Tool, das nicht nur zu spannenden Ergebnissen führt, sondern dabei auch toll gestaltet ist, ganz schlicht mit einfarbigen, präsenten und feinen Illustrationen.

So übersichtlich der Waffenrechner ist, so einfach ist auch seine Anwendung: Gibt man die Produkte seines Einkaufs ein, wird die darin enthaltene Mehrwertsteuer umgehend in einzelne Waffen umgerechnet. Ganz aktuell fließen auch neue Rüstungsgegenstände wie der Hubschrauber NH 90, der Eurofighter und der Airbus A400M. Auf einem Konto sammelt man seine Ausgaben – und finanziert immer größere Waffen. Aber schon ein Großeinkauf am Wochenende reicht, um eine Handgranate zu finanzieren …

Als Kommentar zur aktuellen Flüchtlingskrise in Deutschland und mit Hilfe von TheAppGuys, die im Rahmen einer Kreativ-Kooperation immer wieder studentische Projekte mit ihrem Technik Know-How unterstützen, hat Alisa Ceh den Waffenrechner jetzt vor allem aber um ein entscheidendes Feature erweitert: Jetzt kann man sich anzeigen lassen, wie viel Geld stattdessen in die Flüchtlingskrise hätte investiert werden können.

Mein Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen und einen Diskurs zu diesem Thema anzustoßen,

so die junge Gestalterin.

Hier kann man die Waffenrechner App herunterladen.

 




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