Visueller Aufschrei: Die Gewinnerplakate des Wettbewerbs Mut zur Wut 2015

Ein Porno-Selfie-Stick, das unerreichbare Europa, die USA, die sich in die NSA verwandelt oder ein Schlauchboot in ein Grab: Die 100 besten »Mut zur Wut«-Plakate 2015 sind ausgewählt und werden jetzt in Heidelberg gezeigt. Hier eine Auswahl …



Als die Grenzbeamten den Koffer im Gepäckscanner durchleuchteten, entdeckten sie den Jungen darin. Die Frau und der Vater des Kindes, der sich kurze Zeit später zeigte, wurden von der Guardia Civil festgenommen. Wie sich dann herausstellte, sind die Beiden ein Ehepaar. 
Die internationale Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete ein Foto, das den Bildschirm des Gepäckscanners zeigt. Der Ausschnitt des Bildes, der das Kind im Koffer zeigt wurde digital herausgetrennt, perspektivisch begradigt, in Kontrast und Helligkeit korrigiert und mit einem Farbraster-Filter bearbeitet.

Zum fünften Mal hat der Plakatwettbewerb Mut zur Wut Kreative aus aller Welt eingeladen, zu den globalen, sozialen und gesellschaftlichen Missständen auf der Welt mit einem Plakat Stellung zu nehmen.

Entstanden sind visuelle Statements, die ins Herz treffen und im Kopf zünden, die wütend, aber auch nachdenklich sind, die anklagen, bedauern und Fassungslosigkeit verbreiten.

Insgesamt lagen der internationalen Jury zu der u.a. Typograf und Professor Sascha Lobe gehörte, 2635 Plakate von 1312 Gestaltern aus 50 Ländern vor. Auch diesmal haben es Kreative aus China und dem Iran trotz der Zensur in ihren Ländern geschafft, Arbeiten einzureichen.

Die 100 besten Mut zur Wut Plakate sind ab dem 29. Juli (Eröffnung um 17 Uhr) im Justizgebäude Heidelberg zu sehen. Zudem werden 30 Gewinnermotive im öffentlichen Raum in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen plakatiert.




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren