Nachwuchsprojekt: Perspektivwechsel

 



Die Abschlussarbeiten eines Jahrgangs gebührend zu präsentieren ist nicht leicht. Das Werkschau-Team der Augsburger Fakultät für Gestaltung hat diese Aufgabe unter dem Titel »Perspektivwechsel« mit Ausstellung, Booklet, Website und Kampagne sehr schön gelöst, wie wir in PAGE 12.2014 (ab dem 5. November am Kiosk) zeigen.

Immer wieder erreichen uns Magazine und Werk­schaukataloge aus Hochschulen. Besonders aufgefallen ist uns kürzlich der Band »Perspektivwechsel« der Augsburger Fakultät für Gestaltung. Mit silberglänzendem Schuber, hochwertigem Papier (Tauro Offset und LumiArt) und überraschender Gestaltung lädt die rund 300-seitige Publikation zum Stöbern ein – und erfordert regelmäßiges Drehen und Zurückblättern. Perspektivwechsel eben.

Die Idee

Das 15-köpfige Team aus Studierenden im vier­ten und sechsten Semester erarbeitete das Konzept gemeinsam mit ihrem Dozenten, dem Berliner Grafik­designer Matthias Neumann. »Design ist eine interpretierbare Visualisierung von Inhalten. Und diese Subjektivität in der Gestaltung ist das, was letztlich neue Sichtweisen zeigt und andere Blickwinkel eröffnet«, beschreiben die Studenten ihre Kernidee.

Die Umsetzung

In der Umsetzung legten sie wert darauf, Dinge in einen anderen Zusammenhang zu setzen, Illusionen zu erzeugen und so Raum für Deutungen und subjektive Empfindungen zu lassen. Zentrales Gestaltungsmerkmal sowohl im Katalog als auch auf den Plakaten ist daher das Spiel mit zerbroche­nen Spiegeln, das besonders bei den Porträtfotos der Absolventen interessante illusionistische Effek­te er­zeugt. Insgesamt zerbrachen die Studenten dafür fünf Spiegel – hoffentlich kein schlechtes Omen für ihren weiteren Werdegang!

Anspruchsvolles Multitasking

Neben der gestalterischen Arbeit sah sich das Werkschauteam mit jeder Menge organisatorischer Aufgaben konfrontiert: Sponsoren akquirieren und betreuen, mit Druckereien verhandeln, Fototermine mit den Absolventen organisieren, Catering für die Ausstellung buchen, Pressetexte schreiben et cetera.

Um das bewältigen zu können, teilten die Studen­ten die Arbeit in fünf Bereiche auf: Katalog, Foto, Film, Web/Poster/Flyer und Ausstellung. Jeder von ihnen war für mehrere Aufgabenbereiche gleichzeitig zuständig – idealerweise mit inhaltlichen Überschneidungen. So übernahm etwa das Fototeam den Kontakt mit den Absolventen und fungierte als Bindeglied zwischen verschiedenen Bereichen.

Herausforderung

Eine der größten Herausforderungen zudem bestand darin, das 15-köpfige Team unter einen Hut zu bringen, den verschiedenen Geschmäckern und unterschiedlichen Be­dürfnissen gerecht zu werden und am Ende ein inspirierendes Projekt aus einem Guss zu schaffen. Das haben die Augsburger Studenten tatsächlich geschafft – und dabei auch noch unse­ren Geschmack getroffen.

Eindrücke vom Projekt und dem Making-of sehen Sie in unserer Bildergalerie unten.

Das komplette Werkschau-Team:

Matthias Neumann (Leitung), Alisa Hurskaya, Carina Wurm, Clizia Moradei, Judith Jakob, Julia Berger, Lena Gerbert, Mareike Patzke, Lorenz Ludwig, Natalie Gaspar, Nina Slowioczek, Sandra Hartung, Tanja Tröster, The­resa Kalinke und Verena Bublak. Nicht mit Porträt vertreten ist Judith Gösch (Web)

Mehr zum Thema »Werkschau Perspektivwechsel« erfahren sie in PAGE 12.2014 im PAGE-Shop!




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