Porträt: Katie Oberwelland, Illustratorin

PAGE gefällt …: die Lithographien und Farbholzschnitte von Katie Oberwelland, die manchmal von Songtexten und oft vom Material selbst inspiriert sind.



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Name Katie Oberwelland

Location Hamburg

Web www.katie-oberwelland.de

Start Wenn ich als Kind meine Großeltern auf dem Land besuchte, gingen die beiden früh schlafen. Da mich die ungewohnte Stille im Haus wach hielt, schaute ich mir Bücher an, die sich in Regalen neben meinem Bett stapelten. Munch, Van Gogh und Kirchner faszinierten mich und ich betrachtete ihre Bilder, bis ich darüber einschlief. So habe ich Malerei und Zeichnung zum ersten Mal wahrgenommen – eine Entdeckung, die es meiner Großmutter und auch ihrem Hund nicht leicht machte, mich morgens zu wecken… Heute liegen meine Schwerpunkte im zeichnerischen Erzählen und druckgrafischen Arbeiten.

Stil Von feinen Strichzeichnungen zu flächigen Arbeiten mit Tusche und Holz.

Lieblingsmotive Menschen – allein und in Gruppen, Portraits, Tiere (oft Hunde), reale und surreale Landschaften, leere Räume mit starken Lichtstimmungen.

Technik Bleistift- und Kreidezeichnung auf Papier, zum Teil digital koloriert. Tuschemalerei auf Holz. Verschiedene druckgrafische Techniken, insbesondere Lithografie und Holzschnitt.

Inspiration Meine Bilder entstehen aus Beobachtungen oder werden von Musik, Literatur und Fotografie beeinflusst. Wenn mir ein Bühnenbild oder eine Konzertbeleuchtung gut gefällt, versuche ich es mir einzuprägen. Später fließen diese Erinnerungen in meine Arbeit mit ein oder ich suche vergleichbares Bildmaterial. Manchmal geben auch Songtexte oder bestimmte Gesten den Anstoß für eine Zeichnung. Flüchtige Eindrücke wie z.B. Schnurrbart-Formen, Straßennamen oder Farbkombinationen schreibe ich auf.

Ein wichtiger Antrieb für meine Arbeit liegt im Umgang mit Messer und Holz, Stein und Farbe. Von Werkzeug und Material gehen viele Impulse aus, die meine Bilder beeinflussen. Mal sind es technische Herausforderungen, mal physische Grenzen, die mich reizen. Um auf neue Ideen zu kommen, schaue ich mir gern Bildbände von Richard Avedon und Steve McCurry an. In ihnen finde ich dann, was ich suche: Ein Gesicht, Lichteinfall, eine Komposition. Es interessiert mich, wenn Geschichte aus einem ganz persönlichen Blickwinkeln erzählt wird. In meiner Familie wird oft über den Hof meiner Großeltern und seine frühere Bewohner gesprochen. Alte Schwarz-Weiß-Fotografien und Berichte von Liebe, Krieg und Freundschaft faszinieren mich.

Kunden Hamburger Stadtillustriertenverlag, Klingspor-Museum Offenbach, Labyrinth Kindermuseum Berlin u.a.­




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