Porträt: Simon Renner #page303030

Das Kommunikationsdesign von Simon Renner aus Stuttgart ist straight, strukturiert und analytisch …



page_303030_09_Simon_Renner_Portrait
Foto: Daniel Fels

Simon Renner
Kommunikationsdesigner
Jahrgang 1990
Stuttgart
www.simonrenner.de


Buchstaben können tanzen. Diese poetische Auffassung von Schrift lehrte ihn Philippe Apeloig. Bei dem großen Gestalter hat Simon Renner ein Praxissemester verbracht. Er wohnte in der Nähe des Centre Pompidou. Von hier aus erlebte er die Kulturszene der französischen Hauptstadt nicht nur hautnah, er gestaltete auch für sie im Auftrag Apeloigs. Sein Resumee: »Das Kulturangebot in Paris ist überragend, die Plakatkultur viel prägnanter als in Deutschland. Leider ist gute Gestaltung außerhalb der kulturellen Einrichtungen nicht zu finden.« Und seine Wahlheimat Stuttgart? »Semi-hip, aber ganz nett«, meint der 26-Jährige.

So straight, strukturiert und analytisch wie seine Antworten ist auch das Design Simon Renners. Kein Chichi, dafür deutlich schriftverliebt. Die Auseinandersetzung mit Sprache ist eines seiner großen Themen und damit einhergehend Typografie. In seiner Bachelor-Thesis an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd zeigt er die Parallelen zwischen Schreiben und Gestalten auf. Im Schreiben liegt ein großes kreatives Potenzial, das Designer sich zunutze machen können, wenn sie es auch als Entwurfsmethode begreifen, lautet seine These. Weitergedacht übernimmt der Gestalter die Rolle eines auktorialen Erzählers, so Renner.

»Er überblickt jedes Detail der Handlung, er wahrt Distanz. Er kommentiert das Geschehen und weiß, wo die Reise hingeht.«

Das Wechselspiel zwischen Gestaltung, Sprache und Schrift lässt Simon Renner nicht los. Er will es eines Tages weiter erforschen. Momentan konzentriert er sich jedoch auf seine Aufträge als Grafikdesigner im renommierten büro ueble in Stuttgart, für das er schon seit seinem Studium tätig ist.

Renner hat einige Orte und Gestalter kennengelernt, welche Herangehensweise bevorzugt er? Keine, sondern je nach Fasson: »Mal Recherche, Analyse, Entwurf nach HfG Schwäbisch Gmünd. Wenn es passt, die französische Devise ›C’est quoi? Mais non. Voilá!‹. Momentan gilt das Stuttgarter ›Vorentwurf, Entwurf, Ausführungsplanung‹.«

»Inspiration ist für mich Sehen, Aufnehmen, Mit-sich-Herumtragen. Sammeln, ordnen und verdichten. Sich zu eigen machen. Vergessen, unbewusst verwenden. Einen einzelnen Impuls gibt es selten. Manchmal morgens im Halbschlaf, kurz bevor der Wecker klingelt«

 

 


303030_Booklet_350px

#PAGE 30/30/30: Gemeinsam mit großen Gestalterpersönlichkeiten haben wir uns mit Boris Brumnjak auf die Suche nach 30 spannenden Talenten unter 30 gemacht und sie eingeladen, mit uns den Dreißigsten zu feiern. Dieses »PAGE 30/30/30«-Artwork und 29 weitere Gratulationsbeiträge gibt’s in dem von Gallery Print raffiniert per Kaltfolienprägung veredelten Booklet, welches unserer Jubiläumsausgabe PAGE 11.2016 beiliegt. Am besten bestellen Sie sich gleich die Print-Ausgabe (nur solange Vorrat reicht!) und machen mit bei unserem großen Jubiläums-Gewinnspiel (Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2016).

 




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren