Porträt: Sandra Gramm #page303030

Die Berliner Fotografin Sandra Gramm setzt gern auf Minimalismus …



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Sandra Gramm
Fotografin
Jahrgang 1989
Berlin
http://sandragramm.com


Im Café sitzen und Menschen beobachten, nachdenken. Dieses einfache Setting und einen Skizzenblock wählt Sandra Gramm am liebsten, um erste Ideen für ein Projekt zu skizzieren. »Inspiration funktioniert bei mir indirekt über Dinge, die mich umgeben, eine U-Bahn-Fahrt, Essen, Kleidung, Alltägliches«, erzählt die Fotografin. Im Trubel Berlins entwirft sie ihre minimalistischen Stillleben, für die sie von Kunden wie Perrier oder dem Marina Abramovic Institute geschätzt wird. Sie gestaltet zauberhafte Installationen wie »forget-me-not«, einen Luftballon-Blumenstrauß für die Minigalerie Vitrine01 oder arrangiert lässig einen Kreis über einem Hemdkragen für das KaDeWe-Magazin.

»Ich versuche, Fotografie immer wieder zu reflektieren, zu hinterfragen und somit auch zu abstrahieren«

Ihren Arbeiten verleiht Gramm stets einen stark grafischen Look: »Wenn ich einen Gegenstand fotografiere, suche ich immer nach seinem grafischen Moment. Wo wird es zweidimensional? Wie kann ich das Objekt abstrahieren?«, sagt sie. »Mit Grafikdesign komponiere ich das Bild, mit der Fotografie gebe ich dem Motiv einen Raum.« Ihr Handwerk gelernt hat die gebürtige Neubrandenburgerin während ihres Bachelorstudiums an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Zur Modefotografie kam sie unter anderem durch eine Fotoassistenz bei Joachim Baldauf. Doch diese Disziplin allein genügt ihr nicht mehr. Themen wie Zeit, Biologie und Wahrnehmung wendet sie sich jetzt zunehmend zu – vor allem auch in Form von Kunstprojekten.

Worauf es Sandra Gramm in ihrer Kunst und Fotografie ankommt? »Eigenständigkeit, Selbstreflexion und Experimente«, lautet die Antwort.

»Die einzige Gestaltungsregel, die ich bewusst verfolge, ist, etwas aus mir selbst heraus zu schöpfen.«

Und das sieht man ihren Arbeiten auch an, sind sie in ihrem Minimalismus doch so wunderbar eigenwillig.

 

 


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