Porträt: Robert Radziejewski #page303030

PAGE wird 30 und stellt 30 Designer unter 30 vor, diesmal Robert Radziejewski, der vielseitige Grafikdesigner dessen Entwürfe mal bold, mal schlicht, mal kantig sind …



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Foto: Louise Borinski

Robert Radziejewski
Grafikdesigner
Jahrgang 1991
Berlin
www.radzie.de


An die Ausstellung »Das MoMA in Berlin« im Jahr 2004 erinnert sich Robert Radziejewski genau. Trotz Protesten seinerseits nahmen ihn seine Eltern damals mit in die Neue Nationalgalerie. Was hätte man alles in der Zeit machen können! Nichts Besseres, findet der Berliner heute. »Dies war der Startpunkt für meine Kunstfaszination«, erzählt er. Danach will Radziejewski selbst kreativ arbeiten, entwerfen, gestalten. Am Lette Verein macht er seine Grafikdesignausbildung. Ein Studium der Visuellen Kommunikation an der UdK Berlin schließt er direkt an. Mittlerweile ist er im vierten Semester, arbeitet nebenbei für Gallery Print und erfüllt als DJ die Hauptstadtnächte mit Techno-Beats.

Seine Musik versteht der Designer vor allem als kurzes Off, eine Erholung von der täglichen visuellen Reflexion, auch wenn sich durchaus Parallelen zwischen den Disziplinen ziehen lassen. Die Balance aus Rhythmus, Kontrast und Lautstärke zu finden – diese Kunst fordern beide ein.

»Sich nicht verbiegen. Das machen, worauf man Lust hat, dabei flexibel bleiben und nicht engstirnig werden, das ist oft schwierig«

meint er. »Aber ich finde, es ist ein guter Weg zum Glück – im Design und in der Musik.«

Grafisch konzentriert sich Radziejewski gerade auf Schriftgestaltung. Bald will er seine Skills in Bewegtbild und 3D-Design austesten. Neugierig und vielseitig ist er auch in der Gestaltung. Mal bold, mal schlicht, mal kantig sind seine Entwürfe. Das entspricht ganz seiner Herangehensweise: »Ich mag die Metapher der lockeren Schrauben. Am Anfang ist es gut, bei sich im Kopf die Schrauben zu lockern und viele abgefahrene Entwürfe zu produzieren, dann kurz zurückzurudern und Stück für Stück alle Stellschrauben wieder festzuzurren, um zum finalen, stimmigen Ergebnis zu kommen. Die Schrauben zu lockern ist allerdings manchmal schwieriger als gedacht.«

»Ich bewundere Jiri Opaltek für seine Plakate, Tobias Wenig für seinen Humor und Nathan Fielder für seine Ideen«

 

 


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#PAGE 30/30/30: Gemeinsam mit großen Gestalterpersönlichkeiten haben wir uns mit Boris Brumnjak auf die Suche nach 30 spannenden Talenten unter 30 gemacht und sie eingeladen, mit uns den Dreißigsten zu feiern. Dieses »PAGE 30/30/30«-Artwork und 29 weitere Gratulationsbeiträge gibt’s in dem von Gallery Print raffiniert per Kaltfolienprägung veredelten Booklet, welches unserer Jubiläumsausgabe PAGE 11.2016 beiliegt. Am besten bestellen Sie sich gleich die Print-Ausgabe (nur solange Vorrat reicht!) und machen mit bei unserem großen Jubiläums-Gewinnspiel (Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2016).

 




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