Pflicht und Kür im Etikettendesign

Was geht im Bereich Dosen-, Wein- und Bieretiketten? Wir zeigen Tipps und Tricks zu Papiersorten, Druckverfahren, Veredelungen und Kopierschutz.



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Haben Sie auch eine Lieblingsmarke, deren Schachtel, Dose oder Flasche Sie nie im Küchenschrank verschwinden lassen – einfach weil Ihnen das Etikett so gut gefällt? Wenn es mit einem Produkt vielen Verbrauchern so geht, dann haben die Etikettendesigner, die hinter diesem Gestaltungscoup stecken, alles richtig gemacht: Sie haben ein Packaging geschaffen, das im buchstäblichen Sinne haften bleibt, im Gedächtnis, an den Herzen der Konsumenten und, Etikett sei Dank, an all den Flaschen oder Dosen im Handel – Nachschub garantiert.

Ob Supermarkt, Feinkostladen oder Kiosk um die Ecke: Überall lachen Klebe-Etiketten und Stickers uns an. Wer hätte nicht schon einmal eine Weinflasche oder ein Craft Beer gekauft, einfach weil auf ihm das schönste Etikett prangte? Man hat eben intuitiv nach ihm gegriffen – nicht selten wandert es dann zurück ins Regal, weil der Preis die eigenen Erwartungen, naja, übersteigt.

Bio innen, Grüner Engel außen

Doch hat Konsum mit Rücksicht auf die Kreation noch nichts mit Impulskauf zu tun: Überzeugt uns die Liste der Inhaltsstoffe, kann die Frage nach dem Preis schon mal in den Hintergrund rücken – und zwar nicht nur, weil auch das Kleingedruckte auf der Flasche nach allen Regeln der Typografie oder gar in Schreibschrift gesetzt ist, sondern auch, weil es in puncto Nachhaltigkeit so viel verspricht, wie die Papierwahl (Stichwort Hanf, Leinen, Baumwolle und Recyclingpapiere) und das Druckverfahren des Etiketts einhalten. Dann spiegelt Gestaltung eben auch den Produktgedanken wider, und das schlägt sich ökonomisch nieder, weil es nun schon um mehr geht als die eigenen Bedürfnisse oder die eigene Brieftasche.

Kurz: Dosen- und Flaschen-Etiketten dienen als entscheidendes Unterscheidungsmerkmal für die Markenidentität von Getränken, Nahrungsmitteln oder anderer Warenartikel. Zudem eignen sie sich für die personalisierte Ansprache durch Werbemittel!

Etikettendesign ist Brand-Identity-Beratung  

Für das PAGE eDossier »Pflicht und Kür im Etikettendesign« begab sich PAGE Redakteurin Antje Dohmann auf eine Weinlese der etwas anderen Art, um die Kreation und Umsetzung besonders gelungener Etiketten und Stickers zu kommentieren und zu erläutern. Auch Biere nahm sie mit Blick auf die sie zierenden Bieretiketten unter die Lupe. Immer mit Blick auf das Grafikdesign und die Abwicklung mit der Druckerei in puncto Papiersorten und Papierveredelung, etwa mittels Heißfolienprägung, sowie mit Rücksicht auf die Farbwahl (Stichwort Pantone oder Metallic-Sonderfarben). Dabei erläutert sie, welche Möglichkeiten der Druckveredelung dem Etiketten-Design heute offenstehen – und von welchem Klimbim man Kunden besser abraten sollte. Dazu geben wir Antworten auf Fragen wie diese:

Was muss ich beachten, wenn ich einen Aufkleber drucken möchte? Bis zu welcher Stückzahl ist Digitaldruck angesagt und ab welcher Auflage Offsetdruck? In welchen Fällen eignen sich auch Siebdruck oder Foliendruck fürs Etiketten drucken?

Was wollte der Kunde, und wie haben Sie’s gelöst?  

Im PAGE eDossier »Pflicht und Kür im Etikettendesign« fragen wir anerkannte Etikettengestalter, wie sie es gemacht haben. Mit Blick auf Motivgestaltung, Farbkonzept und Papierwahl bis hin zu Fragen des Druckverfahrens und etwaiger Papierveredelungen.

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Wir danken Fuenfwerken, Elbstern sowie Demner, Merlicek & Bergmann und Maria Mordvintseva-Keeler für ihre wunderschönen Etiketten-Beispiele.




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