Jessica Hische für »Der Circle«

»Der Circle« von Dave Eggers ist eines der interessantesten Bücher der Saison - gestaltet wurde es von der Illustratorin Jessica Hische, Jungstar mit cooler Kundenschar, die den Circle auch mit einem Logo versah.



Als Wes Anderson sie bat, seine Titel zu »Moonrise Kingdom« zu entwerfen, glaubte Jessica Hische zunächst, sie sei einem Scherz zum Opfer gefallen.

Dabei ist die amerikanische Illustratorin, Typografin und Grafikdesignern, die von Forbes gleich zwei Mal zu den interessantesten Newcomern unter 30 Jahren gewählt wurde, schon seit jungen Jahren äußerst erfolgreich.

Mit ihrer Schnörkel-Typografie gestaltet sie Buchcover für Pinguin Books, arbeitet für The New York Times, für Chronicle Books und Nike – und jetzt eben auch für Wes Anderson und für McSweeney’s, dem Buchverlag des Erfolgsautos, Piratenladen-Besitzers, Zeitungs-Herausgebers und Initiators von Lernprojekten für sozial benachteiligte Kinder in San Francisco.

Dort lebt auch Jessica Hische seit zwei Jahren, mit ihrem Ehemann, der bei Facebook arbeitet und nahe der Tech-Industrie, die Dave Eggers in »Der Circle« so kritisch unter die Lupe nimmt – und damit auf Platz 1 der deutschen Bestsellerlisten steht.

Die Buchrücken überzog sie mit dunkelrot leuchtenden Kreisen, die zu vibrieren scheinen, an Planetensysteme erinnern, aber auch ein Zielscheiben und in deren Mitte die Corporate Identity des fiktiven Medienunternehmens Circle thront, die von den verflochtenen Verbindungen sozialer Netzwerke inspiriert ist und von Knoten, die, sind sie einmal zugezogen, nur schwer wieder zu öffnen sind.

Als Schrift verwendete Jessica Hische diesmal keine eigene sondern Neo Tech von Seb Lester.

Dave Eggers: Der Circle. Köln (Kiepenheuer & Witsch) 2014, 560 Seiten. 22,99 Euro. 978-3-462-04675-5




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