Im Transitbereich: re:publica15

Am 7. Mai startet die re:publica15 mit mehr als 6 000 Besuchern, 300 Stunden Programm – und einem Veranstaltungsdesign von Haarhaven&Uestion, das mit über 100 verblüffenden Piktogrammen spielt.



Finding Europe heißt der Titel der re:publica15, einer der weltweit wichtigsten Konferenzen zur digitalen Gesellschaft, die auch in diesem Jahr ein schier überwältigendes Angebot an Speakern bietet. Vom 5.-7. Mai haben sie den alten Kontinent im Visier, dessen Neuerfindung in der digitalen Welt, mitsamt der Herausforderungen, die sich stellen.

Über 6 000 Besucher werden den mehr als 450 Speakern folgen, geleitet von Haarhaven&Uestion, die die diesjährige Konferenz gestaltet haben.

Als sie vom Thema Finding Europe erfuhren, hatten sie gleich eine Art Transitbereich im Sinn.

Nicht zwingend einen Flughafen, sondern vielmehr einen unbestimmbaren Ort an dem Reisende aufeinandertreffen, sich austauschen und mit neuen Erfahrungen nach Hause gehen,

sagt Malcolm Bunge, einer der beiden Gestalter.

Ein perfektes Bild für die Konferenz, auf der die Macher des beeindruckenden Flüchtlingsprojekt CUCULA, auf Holm Friebe treffen, der das Phänomen des Nudging hinterfragt, auf den großen Soziologen Zygmunt Baumann (ein absolutes Highlight!), auf Hacktivisten oder Anita Gohdes, die fragt, wie Social Media unsere Informationen über die Morde im Syrienkrieg beeinflussen oder Reed Hastings, CEO von Netflix, der auf der Media Convention spricht, die in diesem Jahr ernut Teil der re:publica ist. Eine Zusammenkuft im geistigen Transitbereich, ganz abgesehen von dem Orts-Bezug, der Station Berlin, einem ehemaligen Bahnhof.

Deswegen haben Haarhaven&Uestion die Optik eines Flughafens, Bahnhofs oder Hafens ausgewählt – allerdings ohne eines der Transportmittel zu zeigen und sich so festzulegen.

Kernstück des Designs sind die Icons. Mehr als 100 gibt es mittlerweile, die so prägnant wie eigen sind und vom Megafon über eine Espressokanne, einer Knarre, einem Rettungsring und Sonnenschirm zum Mikroskop und Transistorradio reichen.

Sie spiegeln nicht nur die verschiedenen Kategorien der Vorträge, sondern helfen auch bei der Orientierung vor Ort. In Grün- und Blautönen wirken sie seriös und frisch zugleich, ganz wie die die Gestalter die re:publica selbst sehen: Ein bisschen erwachsen, ein bisschen verspielt.




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