Welche Gestaltungsregeln sind eigentlich noch up to date?

30 Jahre Digital Turn haben die Kreativbranche ganz schön durchgerüttelt. Wir haben Kreativprofis aus alten und neuen Designsparten zu neuen und alten Gestaltungsregeln befragt.



Typografie, Serifenschrift, Kommunikationsdesign, Kreative Berufe, Logoentwicklung, Weißraum

So viel digitaler Wandel. So viel hat sich noch mal verändert, seit mobile und smarte Devices unseren privaten und beruflichen Alltag erobern und sich ihren Weg bahnen in Dienstleistung, Handel und Industrie: Durch neue Interfaces und Navigationskonzepte, neue Vertriebswege und Bezahlmethoden sind hilfreiche digitale Produkte und Services und vielversprechende neue kreative Berufe entstanden. Ihnen wohnt ein interdisziplinärer Geist inne, der ein ungemein innovatives Potenzial für die Kreativbranche insgesamt birgt.

Und doch wird die Verständigung über die Frage, was gutes Design auszeichnet, zunehmend schwierig. Ist es möglich oder vielleicht ohnehin sinnlos, einen disziplinenübergreifenden Kanon an Gestaltungsregeln zu definieren?

Für das PAGE eDossier »Gestaltungsregeln auf dem Prüfstand« haben wir Kreativprofis aus alten und neuen Designsparten gefragt, welche produktionsästhetischen Paradigmen aus ihrer Sicht eigentlich noch gültig sind. Was ist gutes Design heute? Herausgekommen sind designtheoretische Standpunkte für die Kreativsparten Kommunikationsdesign, Typografie, Logoentwicklung, Markendesign, Webdesign, User Experience Design und Interaction Design, die zu denken geben.

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Angesichts der enormen Ausdifferenzierung der Designdisziplinen seit Anbruch des Digital Turn würde es schlicht niemandem nützen, eine Art »Gold-Designstandard« zu definieren. Und doch – das zeigen die Beiträge der von uns befragten Kreativprofis – hat jeder Einzelne die eine oder andere »klassische« Gestaltungsregel für seine Arbeit adaptiert, ist ihr treu geblieben oder interpretiert sie stetig weiter, um sich auf neue Anforderungen einzustellen.

Das PAGE eDossier »Gestaltungsregeln auf dem Prüfstand« zeigt: Designregeln sind nicht dazu da, Designer und Developer wider Willen an eine obsolet gewordene Gestaltungspraxis zu binden – eher dienen sie als hilfreiche Fixpunkte, von denen aus man unvertraute Kontexte erforscht und sich auf ungewohnte Konzepte einlässt, um weiterhin hochwertige und innovative Designleistungen zu erbringen.

Ein Goldstandard gilt offenbar dennoch für alle kreativen Berufe: Nur wer die Maßstäbe der eigenen kreativen Arbeit immer wieder hinterfragt, kann verlässlich exzellente Leistungen abliefern. Klassische Gestaltungsregeln neu zu denken, gehört dazu. Hier geht’s zum PAGE eDossier »Gestaltungsregeln auf dem Prüfstand«.

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Unser Dank für anregende Einsichten und Erkenntnisse geht an Jochen Rädeker (Strichpunkt, Stuttgart), Stuart Tolley (Transmission, Bristol, UK), Lukas Bezler (Aperto, Berlin), Timm Kekeritz (Raureif, Berlin), Erik Spiekermann, Schriftgestalter und Autor in Berlin, Karsten Weil (Ufomammoot, Berlin), Preethi Mariappan (Razorfish, Berlin), Mathias Müller-Prove, freier User Experience Designer und »Human Computer Interaktivist« in Hamburg, Olaf Stein (Factor, Hamburg), Lukas Cottrell (Peter Schmidt Group, Frankfurt/Main), Stefan Wölwer (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen) und an Alexander Schill (Serviceplan, Hamburg).


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