Farb-Branding eines Klinikums

Was Farbe kann zeigt das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden, das sie zur Kommunikation und zum Branding nutzt - und so weit über sich hinaus leuchtet.



In diesem Sommer wurde das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden fertiggestellt – nach Entwürfen der Architekten Hascher Jehle, die auch ein Farbkonzept beinhalten, das in der Außenwirkung des Gebäudes auf den Dreiklang Gelb, Grün und Orange setzt.

Im Inneren greift der Maler Burghard Müller-Dannhausen es auf und gestaltet eine »Farbwand«, die sich über zwei Stockwerke und eine Länge von 180 Metern erstreckt, die den Besucher bereits in der Eingangshalle empfängt, freundlich und leuchtend ist – und ihn zu den einzelnen Gebäudeteilen leitet.

Das farbenfrohe Leitsystem hellt damit nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch den Geist auf – und die zurückzulegenden Strecken werden zum Weg, der gleichzeitig das Ziel ist.

Es ist eine Farbpracht, die sich in dreimal fünfzehn Farbtöne auffächert, mit Analogien, Verläufen und komplementären Spannungen spielt und, weit weg von Anklängen zum Organischen, ganz auf Geometrie setzt und auf das Körpermaß des Menschen, auf das in der Horizontale Bezug genommen wird.

So viel Mut zur Farbe und zur Abstraktion hat man in Deutschland selten. Hier setzt man ganz auf sie, lässt sie Branding und Kommunikationstool werden – und das Gebäude zu einem heilsamen Gesamtkunstwerk aus Innen und Außen.




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