Animation – ein Muss für alle

Ab sofort im Handel: PAGE 02.2006



Editorial: PaceMaker

 

Stillstand gleich Rückschritt – in der Kreativbranche allemal: Die Technologien ändern sich schneller, als manch einem lieb ist. Die Geld- und Zeitbudgets schrumpfen fast ebenso rasch. Uns wird ein immer höherer Ideenoutput in immer kürzerer Zeit abverlangt. Kein Wunder, schließlich ermöglichen WLAN, Videohandy, iPod und Co dem Medien­nutzer von heute nicht nur, jederzeit und überall die Wirklichkeit gegen eine virtuelle Realität einzutauschen. Sie ma­chen hungrig nach mehr. Doch das Beste: Mit den tech­nischen Möglichkeiten erweitern sich auch unsere Perspek­tiven. Dem Kreativen stellt sich schon lange nicht mehr die Frage, wie weit er mit seinen Ideen gehen kann, sondern lediglich, wie weit er gehen will. Und das bringt unse­re Medien ganz schön in Bewegung.

Noch nie war es so einfach, Animationen zu erzeugen und zu publizieren. Die Tools sind jedermann zugänglich, und mit dem Internet steht uns eine gigantische Vertriebsplattform offen. Was die DTP-Revolution einst in der Satz- und Druckbranche begann, setzt sich heute im Bereich des Bewegtbilds fort: Wieder drängen vermeintliche Laien in eine bis dato nur einigen wenigen vorbehaltene Domäne. Wieder entstehen neue Medien und neue Ausdrucksformen. Wieder gibt es Gewinner und Verlierer. Und wieder ist es an uns, das Kreativpotenzial auszuloten und Originalität zu zeigen. Denn Aufmerksamkeit – das wichtigste Gut in unserer Mediengesellschaft – wird angesichts dieser Entwicklung noch rarer. Jetzt gilt es erst recht, mit starken Ideen und gekonnter Umsetzung zu überraschen. Wie sonst sollten unsere Botschaften noch in die Köpfe und Herzen der Konsumenten gelangen?

So gewann denn auch aus gutem Grund eine ganz simpel anmutende Computeranimation nicht nur bei allen ein­schlägigen Kreativwettbewerben, sondern auch beim VDW Award, mit dem der Verband deutscher Werbefilmproduzenten die handwerkliche Leistung bei der Produktion von Commercials würdigt: der Kinospot „Sound des Sommers“ für Mercedes-Benz, eine abstrakte Cabriolet-Fahrt durch eine Tonwellen-Landschaft, realisiert von Sehsucht, der Produktionsfirma eines klassischen Quereinsteigers. Und auch dem Onlineauftritt von Interone Worldwide – eine Animationsstudie ist auf dem PAGE-Cover zu sehen – gebührt unsere Aufmerksamkeit, setzt doch auch er nicht von ungefähr auf Dynamik statt Stillstand … Die Schrittmacher der Animation präsentieren wir auf den Seiten 20 ff. und 70 ff., das Profi-Seminar zu diesem Thema auf Seite 75. Move Everybody!

Gabriele Günder,
Chefredakteurin

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