Deliveroo erhält ein neues Logodesign, neue Website und Kurier-Outfit

Das illustrierte Känguru wird durch ein minimalistisches Logo ersetzt, das an das »Roo« anknüpfen soll …



Deliveroo – Neues Logo

Goodbye, Känguru … »Sag Hallo zum neuen Roo.« So bewirbt der Britische Online-Lieferdienst das Redesign auf seinem News-Blog. Auch die Arbeitskleidung der Fahrer, die für Deliveroo Essen ausliefern, bekam einen neuen Look. Die visuelle Identität gestaltete DesignStudio aus London zusammen mit dem Inhouse-Team.

Großstädter kennen mittlerweile die Radfahrer mit den großen Rucksäcken, auf denen entweder ein türkisfarbenes Känguru oder ein Icon mit einer Hand, die einen Servierteller hält, zu sehen ist. Es sind die Angestellten der beiden Start-up-Konkurrenten Deliveroo (UK, London) und Foodora (DE, Berlin). Man könnte sagen, dass der zweitgenannte Online-Lieferdienst, der ebenso wie sein englischer Gegenspieler mit Restaurants kooperiert, um Konsumenten einen praktischen Online-Bestell- und Liefer-Service zu bieten, die deutsche Antwort auf das in London im Jahre 2013 gegründete Start-up-Unternehmen Deliveroo ist. Wer zuerst diese Geschäftsidee in die Tat umsetzte, ist an dieser Stelle jedoch nicht weiter wichtig.

Dass auf einmal zwei konkurrierende Unternehmen schon fast das Straßenbild prägten, war allerdings auffällig. So standen eines Tages mitten in Hamburg-Altona drei in Känguru-Kostümen verkleidete Menschen vor einem Restaurant und verteilten Flyer. Bis dato wusste man noch nichts vom neuen Lieferservice. Den Passanten wurden diese Flyer inklusive Gutscheinen in die Hand gedrückt, die sie zunächst skeptisch entgegennahmen.

Wenige Tage später war der Name Deliveroo nicht mehr unbekannt. Das Känguru lud dazu ein, sich die Website wenigstens anzuschauen. Die Werbemaßnahmen schienen Erfolg versprechend.

 

Deliveroo – Altes Logo
Das alte Logo von Deliveroo

 

Auch wenn manche Nutzer die erste Bestellung mit Skepsis tätigten, so orderte man doch, um eben diesen Gutschein einzulösen. Lange Rede, kurzer Sinn: Das türkisfarbene Känguru hatte sich binnen kürzester Zeit einen Namen gemacht. Auch wenn kritische Stimmen zurecht die Arbeitsbedingungen der Fahrer bemängelten.

Jetzt machten die Gründer von Deliveroo ein neues Design publik, das sich von dem illustrierten Känguru verabschiedet. Zwar nicht in Gänze, denn das neue Icon soll – wenn auch sehr minimalistisch – visuell an das Tier erinnern. »Damals malten ein paar Freunde unser Logo«, so heißt es im News-Blog. Da das Unternehmen heute in über zwölf Ländern vertreten ist, schien den Gründern dieses alte, von Freunden gemalte Logodesign überholt.

Die Londoner Design-Agentur DesignStudio entwickelte gemeinsam mit dem Inhouse-Design-Team die neue visuelle Identität. Dabei heraus kam ein Signet, das die Form des Kopfes zwar aufgreift, auf den ersten Blick aber nicht ganz zu erkennen ist. Es erinnert ein wenig an das mit der Hand geformte Victory-Zeichen. Allerdings, und das war dem Unternehmen wichtig, funktioniert es jetzt als Favicon im Web.

 

Deliveroo – Prozess
DesignStudio: Deliveroo Redesign – geometrische Formen

 

Die Petrol-Farbe veränderte sich minimal in eine Nuance heller. Die Arbeitskleidung wurde laut Deliveroo-Blog vor allem auf seine Funktionalität und Sicherheit hin entwickelt. Doch auch ein moderner Style war Voraussetzung. Dafür arbeiteten die Kreativen mit der Charity-Organisation »Brake« zusammen. Die Shirts sind mit Reflektoren versehen, damit die Fahrer auch nachts gut zu sehen sind.

Dem neuen Logo liegt ein Designkonzept zugrunde, das auf geometrischen Formen basiert, wie in der Skizze zu sehen ist. Auch Wortmarke, App und Website erhielten einen frischen Anstrich. Die neue Schrift ist die geometrische Grotesk Stratos von Yoann Minet, die auch auf den Outfits verwendet wird. Das Resümee der Community ist gemischt.

»Das alte Logodesign war zwar ein bisschen albern, hatte aber Charme. Das neue hat an Ausstrahlung eingebüßt«

schrieb ein User auf der Plattform »Medium.com«.

Favicon hin oder her – dem Kommentar kann man eigentlich nur zustimmen. Goodbye, lustiges Känguru.

 

 





2 Kommentare


  1. Miriam Harringer

    Lieber Dark Vador,
    es geht hier in diesem Beitrag zwar weniger um die Arbeitsbedingungen an sich, mehr um das Design, aber da das Start-up des Öfteren in die Kritik geriet, kann man das ruhig mal ansprechen. Danke für den Kommentar dazu.
    Es gibt hier einen ganz guten Beitrag, der die Arbeitsbedingungen von Foodora und Deliveroo beschreibt:
    http://www.gruenderszene.de/allgemein/foodora-fahrer-interview


  2. Dark Vador

    Hallo ,
    weisst du auch das die Leute die dir dein Essen bringen ein paar von ihnen Illegal arbeiten ? Alle Freelancer das bedeutet Selbständige sind Illegal bei Deliveroo engagiert…. Der Gesetzgeber sagt genau das man als Selbständiger nicht nur einen Kunden haben darf in diesen Fall nur für Deliveroo ausfahren, was die meisten aber tun und das mit dem Wissen und Agreement von Deliveroo.
    Das bedeutet das Deliveroo in totaler Illegalität agiert , durch die Scheinselbständigkeit der Fahrer Deliveroo nicht die Steuerabgaben zahlt an den Staat und sich dadurch der Steuerhinterziehung schuldig macht. Wie lange wird das noch dauern? Denke darüber nach beim nächsten mal wenn du bei Deliveroo bestellst…… Ich bestelle nicht mehr dort weil ich mich nicht Schuldig fühlen will das Leute in kompletter Illegalität agieren….


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