Das ZEITmagazin für den Coffee Table

Heute erscheint »The Berlin State of Mind«, die erste International Edition des ZEITmagazins. Wir sprachen mit Chefredakteur Christoph Amend.



 

The only way is up für den ZEIT Verlag: Auflagen, die in die Höhe kraxeln, Preisregen bei den Lead Awards, zur Fashion Week Berlin gab das ZEITmagazin die unaufgeregteste und zugleich coolste Party  – und hat nun seine erste International Edition herausgebracht.

The Berlin State of Mind heißt das Best-of aus den ZEITmagazinen der letzten Monate, neu gestaltet – und auf Englisch. Eine Reaktion auf das »I wish I could read it«, das die Redakteure immer wieder von ihren Interview-Partnern, Fotografen und Freunden hörten – und eine Reaktion auf das immer internationaler werdende Berlin, in dem die Redaktion des ZEITmagazins seit 2007 sitzt.

Wir sprachen mit Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins, über das brandneue The Berlin State of Mind.

PAGE: Die Auflage der ZEIT steigt stetig, die Anzahl der Awards für das ZEITmagazin ebenfalls und jetzt erscheint es sogar als International Edition. Wird einem da nicht ganz schwindelig von dem Erfolg?

Christoph Amend: Es geht immer darum, sich weiter zu entwickeln und sich nie auszuruhen. Wir sind in der glücklichen Lage, in einem Verlag zu arbeiten, der auch für scheinbar verrückte Einfälle offen ist. Als wir die Idee für ein englischsprachiges Best-of-Heft hatten, hieß es: »Macht mal«. Dieses Vertrauen in die Redaktion ist natürlich wunderbar. Froh sind wir im Moment auch über die ersten positiven Reaktionen, die es zu The Berlin State of Mind in internationalen Fachdiensten wie Women’s Wear Daily gab.

Der Titel des Magazins lautet The Berlin State of Mind, zu sehen ist auf dem Cover aber New York …

Der Berlin State of Mind ist nicht auf die Stadtgrenzen Berlin beschränkt, sondern steht für ein Lebensgefühl, das weit über Berlin hinausgeht und viele spannende Leute nach Berlin zieht, sei es für immer, für einen Sommer oder ab und zu für ein Wochenende. Wird  ZEITmagazin – The Berlin State Of Mind  regelmäßig erscheinen, wird es auch weiterhin so heißen. Seit dem Relaunch des ZEITmagazins 2007 sitzt die Redaktion in Berlin und wir konnten beobachten, wie international die Stadt in den letzten Jahren geworden ist, wie sie gerade im Ausland an Popularität gewonnen hat. Seit zwei, drei Jahren häufen sich Anfragen aus Mailand, New York oder Paris, die meistens so anfangen: »Können wir uns am Freitag zum Mittagessen oder zum Frühstück am Montag treffen?« Viele lassen sich die Gelegenheit, das Wochenende in Berlin zu verbringen, nicht entgehen.

Das Cover ist hochglänzend, hat eine gewisse Papierstärke, die Innenseiten sind allerdings relativ dünn. Ist das das gleiche Papier wie das des ZEITmagazins?

Das Papier ist mit 60 Gramm einen Tick dicker als das des ZEITmagazins. The Berlin State of Mind ist ein Stand-alone-Heft, das als Einzelobjekt am Kiosk steht, da braucht es ein robusteres Cover. Gleichzeitig soll diese Ausgabe auch an das wöchentliche ZEITmagazin erinnern, diese Nähe ist uns wichtig. Die internationale Ausgabe wendet sich einerseits an Leser, die das Wochenmagazin schon kennen und schätzen und sich dieses besondere Magazin als Coffeetable-Lektüre gönnen. Und andererseits soll es internationale Meinungsmacher und Kreative für die Marke ZEIT gewinnen, die vielleicht über dieses Heft zum ersten Mal mit uns in Kontakt kommen.

Haben Sie das Layout des ZEITmagazins eins zu eins übernommen? Oder gibt es da Unterschiede?

Die Typografie und die Grundstruktur des ZEITmagazins haben wir übernommen, gleichzeitig ist das Heft von Creative Director Mirko Borsche, Art-Direktorin Katja Kollmann und ihrem Team komplett neu gestaltet worden. Wir haben uns die besten Illustrationen  und Infografiken, Reportagen und Interviews, Fotostrecken und Kolumnen ausgesucht, die in den letzten Monaten im ZEITmagazin erschienen sind. Und die haben wir dann neu gestaltet und zusammengestellt, aus unserer Rubrik „Ich habe einen Traum“ wurde ein wunderschönes Portfolio mit Träumern von Kofi Annan bis Selena Gomez. Es stecken ein Dutzend Titelgeschichten in dem Heft, dazu viele weitere Produktionen – diesen kreativen, zeitlichen und finanziellen Aufwand könnte man sich für ein unter normalen Umständen produziertes Heft mit 260 Seiten kaum leisten.
 

Ist die zweite Ausgabe von The Berlin State of Mind bereits geplant?

Das wünschen wir uns. Wir freuen uns jetzt erst einmal über die ersten positiven Reaktionen und sind gespannt, was noch passiert. Es wäre ideal, wenn wir künftig zweimal im Jahr erscheinen könnten, im Frühjahr und im Herbst.




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