Logo zum Ertasten – und als Zertifikat

Heine/Lenz/Zizka entwickeln für den Konzeptstore Supersense ein Corporate Design, das man ertasten kann und das auch sonst mit den Sinnen spielt – ganz wie der Wiener Store selbst.



Im Mittelpunkt steht eine Niete. Knallrot innen und gestanzt, mit einem silbernen Rand drum herum und dem Schriftzug Supersense, der sich wie ein Strahlenkranz formiert.

Es ist ein Corporate Design zum Staunen, ganz wie Supersense selbst, einem Café und Konzeptstore im hochherrschaftlichen Dogenhof in Wien mit prächtigem Stuck, Goldverzierungen, Parkett und herrlich eigensinnigen Einbauten von Robin Molenaar, der das Interieur gestaltete – beauftragt von seinem Freund Florian Kaps, bekannt geworden als der »Retter von Polaroid«, der auf der TYPO Konferenz 2013 herrliche Geschichten darüber erzählte, wie er am Anfang mit der neuen Verantwortung als Firmenbesitzer – und Tausenden Polaroid-Kassetten kämpfte, die sich bei ihm stapelten.

Für das Erscheinungsbild beauftragte Kaps die Agentur Heine/Lenz/Zizka, die gerade für ihre Kampagne für die Hamburger Kunsthalle ausgezeichnet wurde, 4.000 Jahre menschliche Kreativität in Szene setzte und auch den wunderbaren Schriftzug für die Autobahnkirche Siegerland entwarf.

Für Supersense entwickelte sie ein Logo, das nicht nur haptisch ist, sondern gleichzeitig auch als Zertifikat für die Qualität von Supersense steht. Die zeigt sich in den »analogen Delikatessen«, die Supersense anbietet, eine Kamera-Kollektion und andere erlesene Schönheiten des Lebens, die handmade sind und auch deshalb wird das Logo »von Hand gestempelt, gestanzt, genietet, geprägt, geklebt, eingebrannt oder gesprüht«.

Die Produkte werden zudem in handgefertigten Verpackungen aus Graukarton angeboten, das Logo eingenietet, während die Typografie von Hand gesetzte Letterpress-Plakate zitiert. Wie zum Beispiel die erste Instant Pinhole Camera, ein Wunderwerk analoger Raffinesse, die in einer Auflage von 500 erscheint und Heine/Lenz/Zizka eine wunderbar Typo-gewaltiges Packaging gestalteten, die Gebrauchsanweisung und eine Microsite mit reichlich Retrocharme.

Wer es nicht bis nach Wien schafft, der kann online live und von oben in den Store schauen und digital bestellen, was andere gerade ganz analog vor Ort bewundern.




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