Alles auf Rot: Paradiesapfel. Sansscouci 2014

Die Sonderschau »Paradiesapfel« präsentiert den Schlossgarten von Sanssouci als Gesamtkunstwerk – gestaltet von dem jungen Berliner Designstudio Panzlau Prugger.



Am Anfang steht der Blumentopf. Konisch und in leuchtendem Apfel-Backen-Rot. Ihn hat das Berliner Designstudio Panzlau Prugger ins Zentrum ihres Gestaltungskonzepts gestellt, das die Besucher von Sanssouci durch den 300 Hektar großen Schlossgarten in Potsdam führt. Bis heute werden die Pflanzen, Beete und Laubengänge von einem Heer von Gärtnern nach historischem Vorbild gepflegt und der Vision Friedrich des Großen.

Die Sonderausstellung »Paradiesapfel. Sanssouci 2014« rückt den Schlossgarten jetzt ins Zentrum der Aufmerksamkeit – samt seiner exotischen Früchte, lauschigen Plätze und mehr als 80 historischen Rosensorten.

An 19 Stationen kann man u. a. lernen wie die der Kuchenbaum duftet, was einst geerntet wurde, dass mediterranes Gemüse schwer angesagt war – und an jeder Station findet sich einer der Blumentöpfe, genauso wie an allen Eingängen zum Park. Die Farbe Rot und der große Topf zieht sich in dazu in stilisierter Form durch den Parcours, der keine bestimmte Reihenfolge vorgibt, sondern selbst erkundet werden soll und dazu sind alle Elemente gerade und eckig.

Von weiten sieht man die Fahnen an den einzelnen Stationen flattern und dazu stecken gestreifte Holzstäbe, die an ein überdimensionales Mikado-Spiel erinnern im Boden und fordern dazu auf, die Wege zu verlassen und historische einzuschlagen, dort wo einst die Nutzflächen waren.

Die Installationen gehören zu den acht Interventionen die Panzlau Prugger gemeinsam mit dem Bildhauer Rico Schalück umgesetzt haben. Dazu gibt es immer wieder kleine rote »Sinnes-Wecker«, die zum Stehenbleiben aufforden, den Besucher mit Informationen versorgen und ihn dazu auffordern das Gesehene wirken zu lassen und die Sinne weit zu öffnen.

Die Ausstellungselemente wurden in Kreativworkshops gemeinsam mit dem Projektteam der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg entwickelt, die von dem Designbüro initiiert wurden und sich auch darin bewährt haben auszuloten, was sich in dem denkmalgeschützten Park überhaupt umsetzen lässt und wie weit sie in der Gestaltung gehen können. Schließlich, wie Lena Panzlau und Isabel Prugger sagen, gab es »die ein oder andere historische Gras-Naht, das schützenswerte Vogelnest oder die sogenannte denkmalgeschützte Sichtachse«, die ihnen bei ihren Planungen in die Quere kamen.

»Paradiesapfel. Park Sanssouci 2014«, bis 31. Oktober 2014, täglich ab 8.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit; der Eintritt zum Park ist frei.




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