Agenturporträt: Unst Bus Shelter, Branding im Atelier des legendären Kiezmalers Erwin Ross

Page gefällt …: die Hamburger Agentur Unst Bus Shelter, die nicht nur bestechende Logos entwickelt, sondern Genever in Blut verwandelt und eine schnöde Trader-School in rot flackernde Leidenschaft …



Tom Karenfort und Daniel Risch

Name Unst Bus Shelter.
»Unst Bus Shelter« gibt es wirklich. Dabei handelt es sich um eine kleine, windschiefe Bushaltestelle auf der nördlichsten Shetland-Insel »Unst«. Also eigentlich nichts besonderes, wenn sie nicht als die luxuriöseste Bushaltestelle Großbritanniens bekannt geworden wäre und dadurch jedes Jahr tausende von Touristen auf das Eiland ziehen würde. Für uns war es damals die perfekte Metapher für das, was eine gute Marke in Wahrheit ausmacht: eine differenzierende und begeisterungsfähige Positionierung im Wettbewerb – und eben nicht das schicke Logo mit Trade Mark oder die preisgekrönte 360°-Kampagne mit Brad Pitt.

Location Hamburg. Deutschland.
Wir sind in den ehemaligen Atelierräumen des Kiezmalers Erwin Ross (†) (»Zur Ritze«) beheimatet. Früher war es eine verruchte Ecke: Nacktmodels im Schaufenster, links Transenbordell, rechts Erotikladen. Davon ist heute nichts mehr von zu spüren. Dafür sind wir ja jetzt da.

Web www.unstbusshelter.de

Schwerpunkte Wir lieben Marken. Diese geheimsnisvollen, synthetischen und doch so menschlichen Wesen haben uns immer schon fasziniert. Jeder von uns kennt großartige Marken, aber wie entwickelt man sie am Reißbrett von 0 auf 100? Unser Schwerpunkt liegt also eindeutig in der kompletten Entwicklung von neuen – und in der Pfelge von bestehenden Marken. Und damit meinen wir ausdrücklich nicht nur das Design oder die Kommunikation einer Marke. Tatsächlich fließt ein Großteil unserer Arbeit immer in die existentielle Strategie einer Marke. Von hier aus entwickelt sich dann erst der rote Faden konsequent über das Design und die Kommunikation bis in die Köpfe der Zielgruppen Vielleicht unterscheidet uns gerade diese strategie-fanatische, sehr integrierte Arbeitsweise von anderen Agenturen.

Start Gegründet haben wir Unst Bus Shelter 2012. Gerade die Anfangsphase war sehr aufregend. Obwohl wir schon viele Jahre in bekannten Agenturen für große Kunden gearbeitet hatten, war der Sprung in die Selbstständigkeit dann doch naß und kalt. Irgendwie war alles dabei: Verrückte Kunden, die goldene Kreuzfahrtschiffe in Phantasialand bauen wollten; besonders beliebte Kunden, die am Ende nicht zahlen wollten, zwischendurch auch noch Einbrecher und eine Shetland-Expedition. Langweilig war es jedenfalls nicht.

Strukturen Wir haben uns vor neun Jahren während unserer gemeinsamen Zeit bei Springer & Jacoby in Hamburg kennen gelernt. Daniel war später noch für mehrere Jahre bei Jung von Matt/ Brand Identity tätig. Die drei wichtigsten Bausteine einer Marke-Entwicklung (Strategie, Design, Kommunikation) können wir mit unserem Know-how also selbst abbilden. Für alle weiteren möglichen und unmöglichen Spezial-Aufgaben können wir auf unser starkes Netzwerk aus den Agenturjahren bauen.

Inspiration Bewusst inspirieren lassen wir uns ungerne und setzen dafür lieber auf unsere Fantasie. Der beste Ort dafür: Nach einem ausgefüllten Tag in einer leeren U-Bahn durchs nachtschwarze Hamburg, Fensterplatz.

Ideensuche Daran hat sich in den letzten neun Jahren nichts geändert: Bei allen Aufgaben, die gute Ideen erforderlich machen, wie die Entwicklung von Marken-Ideen oder Marken-Kommunikation, halten wir uns immer noch streng an die effektiven Kreativmechaniken, die wir damals bei Springer & Jacoby verinnerlicht haben.

Arbeitsweise Unsere Arbeitsweise lässt sich ganz einfach beschreiben: Erstens: Strategie, zweitens: Design, drittens: Kommunikation. Immer in dieser Reihenfolge. Immer aufeinander aufbauend. Ausnahmen auf eigene Gefahr. Dabei halten wir uns strikt an unser SALE-Prinzip: S-trategisch, A-ußergewöhnlich, L-eidenschaftlich = E-ffizient.

Helden Unsere Helden entstammen nicht unserer Branche. Uns beeindrucken vielmehr jene Menschen, die außergewöhnlichen Mut aufbrachten, um als Erste Außergewöhnliches zu schaffen – und dabei mehr als nur ihr Geld und Ansehen riskierten: Lindbergh, Hillary, Armstrong, Messner, Gagarin. Damit sind sie unserem Verständnis von guten Marken viel näher, als es je ein Star-Designer oder Top-Werber sein könnte.

Für wen Sie einmal im Leben arbeiten möchten Siehe oben.

Kunden Unsere Kunden sind in unglaublich unterschiedlichen Märkten beheimatet: Holzhandel, Saucen, Entertainment, Medizin, Börsenhandel, Sicherheit. Was jedoch alle vereint, ist das Wissen, dass der Aufbau einer starken Marke in den Köpfen der Zielgruppe ihren Erfolg nicht nur maximiert, sondern auch langfristig absichert. Eigentlich ganz logisch.




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