Agenturporträt: Studio Mut

PAGE gefällt …: Studio Mut aus Bozen, das durch sein Gespür für Formen, Farben und für Abstraktionen brilliert, eine innige Beziehung zum Punkt pflegt – und zu der Auffassung: gutes Design ist kein Buffet.



Name Studio Mut

Location Bozen, Südtirol, Italien

Web studiomut.com

Schwerpunkte
Thomas Kronbichler: Geiler Scheiß.
Martin Kerschbaumer: Grafikdesign.
Thomas: Branding, Kataloge, Ausstellungen, Websites, Plakate. Alles was mit Grafikdesign zu tun hat, weniger was mit Marketing und Werbung zu tun hat.

Start
Thomas: Nach unserem Designstudium und Stationen in London, Lissabon und Berlin haben wir uns 2014 in Südtirol wieder getroffen und beschlossen, ein Studio zu gründen. Wir hatten da schon, jeder für sich, einige Kunden und Projekte; es war gar kein so großer Schritt, das Studio zu gründen. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Wir haben ganz verschiedene Stärken.

Strukturen
Martin: Wir haben wechselnde Mitarbeiter und Praktikanten. Wir sind grade in ein größeres Studio umgezogen, weil es im ersten etwas eng wurde. Die unzähligen Bewerbungen für Praktika ehren uns; die Weiterbildung und das kreative Wachsen dieser jungen Designer nehmen wir sehr ernst und sind glücklich, dass es ihnen nicht nur gut gefallen hat bei uns, sondern dass sie sich nachher erfolgreich »da draußen« beweisen.
Thomas: Als Studio sind wir klein und wendig. Wir wollen auch klein bleiben, solange das Spaß macht. Wir wollen die Spezialisten auf unserem Gebiet sein, jemanden, den man ruft, wenn man etwas Spezielles braucht.
Martin: Das Internet gibt uns die Möglichkeit, unsere Arbeiten einem großen Publikum zu präsentieren, und Kunden in der ganzen Welt zu haben.

Inspiration
Martin: Wir schauen uns jedes Plakat auf der Straße an, verlieren uns in Buchhandlungen und Bibliotheken, schimpfen gerne über hässliches Zeug, erfreuen uns an tollem Produktdesign – wir haben beide Produktdesign und Kommunikationsdesign studiert.
Thomas: Wir genießen es, mit unseren Kunden über ihre Passion zu sprechen. Am meisten lernt man von Menschen, die ihre Arbeit gerne machen.

Ideensuche
Thomas: Ich habe seit einiger Zeit die Theorie, dass wir Designer einer Fata Morgana nachlaufen: der Idee nämlich. Es geht im Grafikdesign nicht um Ideen, es geht viel mehr um Gefühle. Wie Gefühle dargestellt werden. Wir sind weniger Erfinder, und mehr … Visuelle Psychiater. Wir suchen die Stimmung einer Marke, einer Ausstellung, eines Buches … und die Kunst ist dann, dieses Gefühl in Form zu übersetzen.

Arbeitsweise
Martin: Am Anfang eines Projektes reden wir lange mit unseren Auftraggebern. Im Gespräch kommen wir zusammen auf die Probleme zu sprechen, die wir dann lösen möchten.
Thomas: Wir arbeiten immer direkt digital, immer konkret. Das heißt, was da ist, wird besprochen. Nicht das Konzept, nicht »wie es sein sollte«. Wir starten jedes Projekt als Gemeinschaftsarbeit. Bald wird dann klar, wer die Leitung übernimmt. Derjenige wird dann auch die Arbeit präsentieren.
Martin: Wir präsentieren immer nur ein Design. Das ist für uns logisch: Der Kunde hat ein Problem, er beauftragt uns, dieses Problem zu lösen, wir präsentieren ihm die Lösung.
Thomas: Mit diesem Ansatz hatten wir in den letzten 3, 4 Jahren eigentlich nur einmal ein Problem. Ob der Kunde Schuld hatte, oder wir? Wahrscheinlich beide. Das hat einfach nicht geklappt.
Martin: Gutes Design ist kein Buffet.

Helden
Martin: Professor Fons Hickmann, unser erster Arbeitgeber und Mentor. Paolo Tassinari, der uns sehr unterstützt und fördert.
Thomas: Namen die in letzter Zeit öfter gefallen sind: Lawrence Wiener, Christoph Niemann, Paul Rand, Braulio Amado, Pentagram, Astrid Stavro, Dinamo und Ehrich Brechbühl.
Martin: Und unsere Freunde Björn Wolf, Max Edelberg, Adele Hurbault, Florianmatthias, Tassinari/Vetta, Joseph & Sebastian, Susann Stefanizen, Raul Kokott.

Für wen sie einmal im Leben arbeiten möchten
Martin: Für die italienische Bahn. Da könnte man noch was machen. Wahrscheinlich ein furchtbarer Kunde … aber es wäre spannend.
Thomas: Für Nike.
Martin: Für die Fußball-Weltmeisterschaften. In Italien, oder England, oder Deutschland.
Thomas: Für Flash Art Magazine.

Kunden
Martin: Technische Universität Berlin, Stadt Triest, Royal College of Art London, Fondazione Sandretto ReRebaudengo Turin, Pinakothek der Moderne München, Museion Bozen, Architekturstiftung Südtirol, und weitere tolle Südtiroler Unternehmen.
Thomas: Wir präsentieren unsere Arbeit an Unis und bei Designfestivals, wie an der Hochschule Konstanz, bei den Torino Graphic Days, im Weissraum Innsbruck, an der Technischen Universität Berlin – im September beim Weltformat-Festival in Luzern, da freuen wir uns schon drauf.
Martin: Wir suchen übrigens Praktikanten. Wer interessiert ist, sollte uns jetzt schreiben.


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