Agenturporträt: Studio K:100

PAGE gefällt …: Studio K:100 aus München, das Lösungen jenseits von »wir brauchen mal ein Logo« sucht und dabei schon mal auf Brühpolnisch-Pink zurückgreift, Art mit Kreisen versieht und Künstler in Pastell taucht.



Name Studio K:100

Location Am Großmarkt in München zwischen alten Kontor Häusern und einer bayrischen Wirtschaft.


Web

studiok100.com
https://www.behance.net/k100
black-matter.de

Schwerpunkte Branding, Editorial- und Buchgestaltung, Web-Design


Start 2010 als Freelancer nach Stationen bei Ruedi Baur und Mirko Borsche. Langsam aber sicher wurde daraus dann Studio K:100. 2016 kam dann der Verlag Black Matter Editions dazu. Die erste Publikation war der »Musik-trifft- Metzgerei«-Kalender Meat Love.

Struktur Ich arbeite in meinem Büro mit einem kleinen Team von Grafikern. Zu Anfang eines Projektes übernimmt jeder eine konkrete Aufgabe, die seinem oder ihrem Talent entspricht: Das typografische Konzept für einen Kunstkatalog entwerfen oder den Rhythmus des Buches selbst entwickeln. Zusätzlich arbeiten wir mit einem breiten Netzwerk aus Fotografen, Illustratoren, Web-Entwicklern und Autoren.
Es geht mir darum, dass Inhalt und Gestaltung in Dialog treten. Beim Katalog des Künstlers Markus Lutter beispielsweise wollten wir den bühnenhaften Charakter seiner Arbeiten herausstellen. So bekam die Kultur-Journalistin Christiane Lutz den Auftrag, seine Kunst zu besprechen als ob sie ein Theaterstück wäre. Von unverhohlener Begeisterung bis harscher Kritik war alles dabei.

Arbeitsweise Egal, ob Künstler oder Unternehmen – wir arbeiten mit allen Kunden gleich: Wir hören ihnen zu. Wir versuchen gemeinsam zu konkreten Problemstellungen und -lösungen vorzudringen, die jenseits von »wir brauchen ein Logo« liegen.

Hirn und Eier: Die Entwurfsphase starten wir oft erstmal instinktiv und versuchen einzufangen, wie die Gestaltung für den jeweiligen Kunden sich anfühlen soll. Mal kommt der Impuls dazu aus der Firmenkultur oder aus der Arbeitsweise des Kunden, mal wird ein formales Element wie das »O« in Artothek zum Stellvertreter für das große Ganze.

Das grafische Konzept der jeweiligen Projekte lässt sich meist in wenigen Worten zusammenfassen: »Wissenschaftliches Tagebuch« war das Motto des Künstlerbuchs von Bildhauer Florian Ecker, »Netzwerk-Denken« prägte das Erscheinungsbild des Lüftungsverbandes HTH.

Im nächsten Schritt gleichen wir die Entwürfe mit den Auswertungen der Kundengespräche ab. So entwickeln wir parallel zur Ästhetik auch die Designstrategie: Wie sieht der Kunde sich selbst und wie möchte er wahrgenommen werden? Wie kann er in seiner Branche herausstechen und mit welchen Medien kommuniziert er effektiv?

Wenn alles stimmt, präsentieren wir in der Regel nur einen Entwurf. Das ist mit dem Kunden so abgesprochen und führt dazu, dass der Entwurf unverfälscht wahrgenommen wird. Für uns ist jedes Design ein sensibles Gleichgewicht aus Bildern, Farben, Formen und Schriften, das man nicht beliebig mit einem anderen Entwurf kombinieren kann. Allerdings dient der erste Entwurf in erster Linie als Diskussionsbasis. Wenn wir merken, dass der Ansatz nicht mehr passt, machen wir lieber einen komplett neuen Entwurf als ihn zu verwässern.

Inspiration und Helden Im Studio sind wir große Verehrer des Schweizer Grafikdesigns: klare und kraftvolle Elemente. Wiedererkennung und vielseitige Anwendung statt kompliziertes Regelwerk mit millimetergenauen Abständen. So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Allerdings gibt es auch eine Regel, um allzu verkopfte Ansätze zu vermeiden: »Konzept, Schmonzept« hat es mein ehemaliger Mitarbeiter Max Edelberg mal genannt. Ein Design ist nur dann wirklich gut, wenn es auch einen unmittelbaren Reiz ausübt.

Hier noch einige meiner persönlichen Helden: Daniel Graf, Sebastian Metschl, Dirk Schmidt, Joseph und Sebastian, Florian Ecker, Shinae Kim, Florian Lechner, Markus Lutter. Alles großartige Künstler und Gestalter, mit denen ich bei Black Matter zusammenarbeite.

Für wen sie einmal im Leben arbeiten möchten Erwin Wurm, Björn Dahlem, David Schalko, David Lynch, die NASA, den FC Bayern (brauchen mal ordentliche Trikots)

Kunden Artothek, DÄGfA, Kulturreferat München, Ludwig und Jean, Fine Wine Embassy, maihiro, Süddeutsche Zeitung, diverse Künstler, Fotografen und Verlage

 

 


Schlagworte:




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren