Agenturporträt: Riesling Type

PAGE gefällt ...: das Grafikdesignstudio Riesling Type aus Hamburg, das meist mit wenigen Farben auskommt, Schrift Kapriolen schlagen lässt und Magazin-Cover wie Sonnenschein leuchten.



Name Riesling Type

Location Wir sitzen im großen Gemeindesaal bei Karl Anders, zusammen mit vielen anderen, sehr guten Gestaltern.

Web www.rieslingtype.com

Schwerpunkte Art Direction, Erscheinungsbilder, Webseiten, Typografie

Start 2014

Strukturen Wir sind zur Zeit ein Duett aus zwei Soli. Max ist nebenbei noch Dozent für Typografie und Grafikdesign an der FSG in Wilhelmsburg.

Inspiration Max Weinland: Ich finde Inspiration beinahe überall. Konkret in Architektur (ich komme aus einer Architektenfamilie), den Seitenpfaden der Popkultur, in Musik- und Buchläden, in der Küche, Kunst (Beni Bischof, Roman Signer, Daniel Eatock, uvm) und den schottischen Highlands
Timo Durst: Im Alltag, im Besonderen, im Ruhigen, im Lauten.  Selten vorm Bildschirm, meistens in Situationen, in denen man sie nicht sucht.

Ideensuche Wir arbeiten fast immer mit Konzeption im Vorfeld. Es geht immer um Ideen, die dann eine Form erhalten. Anmalen ist nicht unser Beruf. Wir entwickeln am liebsten vom Fundament an. Remix-Arbeiten sind auch spannend.

Arbeitsweise Haben wir ein Konzept entwickelt, geht es entweder sofort in die Entstehung von visuellem Material oder wir geben uns eine Art »Inkubationszeit«, nach der dann konkrete Dinge erscheinen. Im Prinzip läuft unser gemeinsamer Arbeitsprozess dann wie ein Ping-Pong-Spiel ab. Wir gewinnen aber immer beide.

Helden Max Weinland: Josef Müller-Brockmann, Wolfgang Weingart und seine gestalterischen »Nachkommen«, Shigeru Uchida und Studio 80, Jim Jarmusch, allgemein einfach Personen, die eine starke Haltung haben und sich entscheiden, Dinge nicht nur anders zu denken, sondern auch anders zu machen.
Timo Durst: Grundsätzlich alle Menschen, die mutig genug sind, mit ihrer Arbeit eine Position einzunehmen, etwas Neues formen, und damit Grenzen überwinden.

Für wen sie einmal im Leben arbeiten möchten Max Weinland: Ich möchte gerne (z.B. für Klett) Oberstufenlehrbücher so gestalten, dass man auch als nicht von vornherein interessierter Schüler gut in ein Stoffgebiet einsteigen kann. Mit gut strukturierten Inhalten, verständlicher Hierarchisierung, guter Typographie, durchdachter Farbgebung und vor allem schönen Infografiken und Visualisierungen. Ich habe meine Schulbücher früher gehasst. Besonders die Erdkunde- und Physikbücher der 90er und frühern 2000er-Jahre. Die sahen furchtbar aus, ich habe nichts verstanden und mich nur schlecht zurechtfinden können. Generell möchte ich gerne für Kunden arbeiten, die den Fähigkeiten und dem Einschätzungsvermögen guter Gestalter vertrauen. Zu viel Demokratie im Gestaltungsprozess produziert mittelmäßige oder sogar belanglose Resultate.
Timo Durst: Ich arbeite gerne für Kunden, deren Botschaften konstruktiv, relevant und ehrlich sind. Als Gestalter ist man immer auch Demagoge, dabei möchte ich Gutes vermitteln.

Kunden Aramark GmbH & Co. KG; Brainfresh; brandeins; Bureau Mirko Borsche; Carte Blanche Design Studio; Designxport Hamburg; DFZ Architekten; Erika Hegewisch; Ernst Barlach Gesellschaft; Galerie Barbara Ruetz an der Pinakothek der Moderne; Gudberg Verlag; Hamburg Hoch 11; Hamburg Media School; Hansestadt Lübeck; Herxheimer Dorftheater; Karl Anders; Leagas Delaney; MC1R Magazin; RAMP PTN; Schleswig Holsteiner Tourismusverband; Schneid — Lightings and Furniture; SNAP Architekten Ingenieure Stadtplaner; Stadtreinigung Hamburg; Tomczak Bauträger; Trawis; Urban Outfitters; VIA Independent Music Award

Porträtfoto: Noel Richter




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