Privacy Design: 10 Tipps für eine vertrauenswürdige Shop-Gestaltung

Ein verzögerter Effekt der NSA-Affäre könnte eine Vertrauenskrise im E-Commerce sein. Wir geben Tipps dazu, wie Webdesigner den Kunden klarmachen, dass beim Kauf im Online-Shop alles mit rechten Dingen zugeht.



Bild: Cookies-Hinweis bei Asos

 

»Unternehmen müssen mit gutem Beispiel vorangehen: Sie müssen transparent machen, wie sie mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Dies ist auch eine neue Aufgabe für Designer«, sagte User Experience Designer Rainer Sax im Interview. Der Online-Mode-Shop Asos, zum Beispiel, weist seine Kunden vorbildlich auf die Verwendung von Cookies hin (Bild oben).

 

Wir haben für Sie 10 Tipps zusammengetragen, wie Sie Online-Shops vertrauenswürdig gestalten.

1. Inszenieren Sie die Produkte realitätsgetreu!


Der erste Eindruck zählt. Hochwertige Produktabbildungen und informative Beschreibungen, aber auch Bewertungen anderer Nutzer können schnell Vertrauen vermitteln.

2. Klären Sie den User so früh wie möglich über Versand und Rückgabe auf!

Wer entsprechende Info-Layer schon vor Start des Bezahlvorgangs, etwa auf den Produktseiten, einbindet, vermeidet spätere Reklamationen.

3. Datenschutzhinweise prominent platzieren!

Layer auf der Website sollten über personenbezogene Cookies informieren und auch tatsächlich die Zustimmung des Users einholen.

4. Bezahlvorgang klar gliedern!


Der Nutzer sollte an jeder Stelle wissen, wo er sich befindet, und immer wieder zurückkönnen. Zalando überspringt bei registrierten Nutzern die Wahl der Bezahlmöglichkeit – ein absoutes No-Go.

5. »Jetzt kostenpflichtig bestellen«-Button ist Pflicht
!

Grüne »Kaufen«-Buttons haben sich durchgesetzt. Mit eindeutigem Wording stützen, sonst besteht Abmahnungsgefahr.

6. Geprüfte Datensicherheit
!

Stellen Sie Zertifikate und Siegel gut sichtbar auf die Startseite – am Ende des Bestellvorgangs oder im Footer einer Seite sind sie eher überflüssig.

7. Kunden-Feedback und Kontaktaufnahme!


Nehmen Sie die Kritik Ihrer Kunden wirklich ernst? Wollen Sie sie beim Kauf beraten? Dann darf eine Servicenummer auf der Startseite nicht fehlen. Holen Sie nach der Bestellung lieber Feedback ein, statt die Kunden mit Werbung zu bombardieren.

8. Social-Media-Opt-in ist Kundensache!


Achten Sie bei Social-Media-Plug-ins darauf, dass der Nutzer sie selbst aktivieren und deaktivieren kann.

9. Transparente Preisgestaltung!


Mit Diagrammen helfen Sie den Kunden, Preisentwicklungen zu verstehen. Wenn Sie seine Log-Daten zur Preisgestaltung verwenden, sollten Sie ihm das mitteilen und Preise erklären können. Bei internationalem Versand Zölle und Steuern bedenken.

10. Privacy-Respekt schafft Vertrauen und langfristige Kundenbindung!


Im Zweifel sollten Sie die Privatsphäre der Nutzer über Ihre kurzfristigen Verkaufsziele stellen!

Mehr zum Thema Privacy Design lesen Sie in WEAVE 2.2014, die Sie hier bestellen können.




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