Portfolio des Monats: Sven Windszus

Schon während seines Grafikdesign-Studiums hat Sven Windszus bemerkt, dass ihn die Gestaltungsmöglichkeiten bewegter Bilder viel mehr interessieren als statische Printmedien …



Schon während seines Grafikdesign-Studiums hat Sven Windszus bemerkt, dass ihn die Gestaltungsmöglichkeiten bewegter Bilder viel mehr interessieren als statische Printmedien, und auch mit Sound und Musik zu arbeiten. Seither verwandelt er die Natur in einen geheimnisvollen Ort, an dem Birken bersten und seltsame Wesen sich verbreiten, schafft surreale Urlaubswelten und lässt Animationen auf Realbilder treffen. 2006 gründete er dafür mit Lars Jandel das Motiondesign-Studio Laikabase.
 


Portfolio des Monats (PAGE 07.2014)

Sven Windszus

Ich bin Motion Designer, weil ich schon während meines Graphik Design Studiums bemerkt habe, dass mir die zeitliche Ebene des Bewegtbildes mehr Gestaltungsraum bietet als die statische Form des Printmediums. Die Möglichkeit Sound und Musik als zusätzliche gestalterische Ausdrucksform zu nutzen und mit in meine Arbeiten einfließen zu lassen, ist ein weiterer Grund warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe. Meine Motivation, als Motion Designer aktiv zu sein, ziehe ich aus der Vielfalt der einzelnen Tätigkeiten. Abhängig von meinen selbstgewählten Schwerpunkten wie Designentwicklung, konzeptionelles Storytelling und 3D-Animation, erstreckt sich mein Aufgabenfeld von On-Air-Design über Commercials bis hin zu experimentellen Kurzfilmen. Mein kreativer Freiraum, wechselnde Projekte und Kunden, die sich durch meine Selbständigkeit als Motion Designer ergeben, machen den Job so interessant für mich.


Design bedeutet für mich eine visuelle Formensprache zu finden, die global funktioniert. Mit sehr viel Glück gelingt es eine eigenständige Gestaltung zu entwickeln, die nicht nur „verschönert“ sondern auch einen praktischen Nutzen beinhaltet. Das Ziel, sich von aktuellen Trends zu lösen, ist schwierig aber für gutes Design notwendig, damit ich mir die eigenen Arbeiten auch noch nach 10 Jahren gerne anschaue.




Die größte Herausforderung in meinem Job ist es, sich vor jedem neuen Projekt erneut zu »resetten«, sich die Verspieltheit zu bewahren und sich immer wieder mit dem naiven Glauben an die Arbeit zu machen, das Rad neu erfinden zu können.

Meine größte Inspirationsquelle ist mit großem Abstand das Internet. Dabei versuche ich, die bekannten Design Websites und Gestalter Blogs so gut es eben geht zu meiden. Die Arbeiten, die man dort sieht, sind großenteils sehr interessant und gut gestaltet, versperren aber den Blick auf neue, eigene Ideen.




Mein bestes Projekt bisher ist immer das Aktuellste.




Mein aktuelles Projekt ist immer das Beste (solange alles nach Plan läuft).




Die beste Kampagne aller Zeiten: Schwer zu sagen, dazu müsste ich mir Werbung anschauen.



Meine liebste iPhone/iPad-App: »pumped: BMX«, damit kann man sich super die Zeit vertreiben, für den Fall, dass das aktuelle Rendering doch wieder ein bisschen länger dauert.




Meine größten Helden: Wenn ich zu meinen »größten Helden« gefragt werde, muss ich tief in die Vergangenheit abtauchen und an Chris Cunningham oder Michel Gondry denken – das war noch zu der Zeit als MTV Musikvideos zeigte und gestalterisch den Ton angab. MK12 standen auch schon sehr früh in meinem Focus. Das Motion Design Studio aus Kansas City versteht es, sowohl gut gestaltete Commercials als auch experimentelle Kurzfilme zu produzieren. Obwohl es mittlerweile eine Vielzahl von Motion Design Agenturen gibt, die ähnliche Arbeiten umsetzen, besitzen die Animationen von MK12 immer noch ihren eigenen Charme und sind maßgebend im Bereich Title-Design.




Berufsanfängern würde ich auf den Weg mitgeben: Probiert viel aus, habt keine Angst auch mal zu scheitern und versucht selber eure Stärken zu finden ohne euch zu sehr von aktuellen Meinungen beeinflussen zu lassen.




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