Portfolio des Monats: Katarina Lüth

Das Portfolio des Monats der Ausgabe 12.2015



Katarina_Lueth-Portrait

Katarina Lüth macht es Spaß, immer wieder neue Wege zu gehen. In einer Plakatkampagne zeigt sie Schnürsenkel, wie man sie noch nie gesehen hat und verwandelt sie in fantastische Insekten. Gewürze hingegen verpackt sie ganz schlicht, formschön und delikat in Wagner Spiceboxes. Die Kunst der Informationsgestaltung, wie man sie schon in ihrem Projekt »Arme Kinder in einem reichen Land« sehen kann, perfektioniert sie gerade in ihrem Infodesign-Masterstudium an der UdK Berlin.

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Ich bin Kommunikationsdesignerin, weil 
… es mir Spaß macht immer wieder neue Wege zu gehen, um einem Projekt die passende visuelle Sprache zu geben.


Design bedeutet für mich Der Essenz eines komplexen Themas auf den Grund zu gehen und sichtbar zu machen.

Die größte Herausforderung in meinem Job Ist gleichzeitig die Schönste. Inhaltlich gleicht kein Projekt dem anderen und kaum ein Arbeitstag ist wie der nächste.

Meine größte Inspirationsquelle Meine Umwelt und aktuelles Zeitgeschehen. Wenn man sich mit dem, was um einen herum passiert beschäftigt, kommen Impulse für neue Arbeiten von alleine. Außerdem beflügeln mich Museumsbesuche sehr und machen den Kopf frei für Neues.

Mein bestes Projekt bisher in bestes Projekt gibt es nicht, alle sind auf ihre Weise besonders für mich. Bei dem Projekt „Spicebox“ stand ich beispielsweise vor der Herausforderung, sehr komplexe Anforderungen in ein klares System zu übersetzen, ohne dabei ins allzu Nüchterne abzugleiten. Das war ein spannender Prozess, bei dem ich sehr viel gelernt habe.

Mein aktuelles Projekt Ich habe kürzlich ein Masterstudium an der UDK in Berlin begonnen und feile im Moment an meinem Masterthema. Es wird in die Richtung Infodesign und Datenvisualisierung gehen.

Die beste Kampagne aller Zeiten »I went to MoMA and …« – ebenso einfach wie genial. Eine Kampagne, die die Besucher des MoMA vollkommen mit einbezieht.

Mein wichtigstes Buch Ein durchgehend wichtigstes Buch habe ich nicht, vielmehr hängt es davon ab, womit ich mich aktuell beschäftige. In den vergangenen 2 Jahren war „Introducing: Culture Identities“ ganz oben auf meinem Bücherstapel, da ich mich viel mit Erscheinungsbildern von Museen beschäftigt habe. Das Buch verdeutlicht, wie unterschiedlich die visuelle Sprache kultureller Institutionen derzeit ist und wie moderne Kommunikation im kulturellen Kontext funktionieren kann. Für mich war es ein optimaler Start in diese Thematik. „Detailtypografie“ ist ein ständiger Begleiter und wenn es sich mal nicht um Design drehen soll, lese ich gerne Haruki Murakami und Paulo Coelho.

Mein spannendstes Event der letzten Zeit Die CXI Konferenz in Bielefeld im Juni diesen Jahres. Im Vordergrund stand die Präsentation von Cases unterschiedlicher Agenturen aus dem Bereich Corporate Design. Neben den Projekten hatten die Agenturen den Kunden in Person mit im Schlepptau. Auf diese Weise entstand ein abwechslungsreicher Perspektivenwechsel, der mir sehr gut gefallen hat. Es ging nicht ausschließlich um die Präsentation toller Projekte, sondern ebenfalls um die Erörterung von Problemen und Stolpersteinen. Außerdem hat mich der Besuch der Ausstellung „Ring my Bell“ von Zilla Leutenegger in der Pinakothek der Moderne in München sehr beeindruckt.

Berufsanfängern würde ich auf den Weg mitgeben Keine Angst vor Fehlern haben. Die sind wichtig und gehören einfach dazu – meistens gibt es kein Richtig oder Falsch. Entwerfen und Verwerfen sind gleichermaßen wichtige Bestandteile des kreativen Prozesses.




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