Pictoplasma Berlin 2014 – Der Start

Zu Beginn der 10. Pictoplasma-Konferenz in Berlin gab es depressive Katzen, musizierende Monster – und kolumbianische Papierkunst von Diana Beltran Herrera. Hier die Highlights.



 

Zu Beginn der 10. Pictoplasma-Konferenz in Berlin gab es depressive Katzen, musizierende Monster – und kolumbianische Papierkunst von Diana Beltran Herrera. Hier die Highlights.

Ein paar Finger gingen schon in die Luft, als die Pictoplasma-Macher Lars Denicke und Peter Thaler zum heutigen Beginn der Character Conference im Babylon Kino fragten, wer schon bei der ersten Pictoplasma vor 10 Jahren dabei war. 2004, als die Character Conference als das Liebhaberprojekt startete, das sie bis heute ist – mittlerweile erweitert durch einen umfassenden Charakter Walk, Gruppenschauen und Character Lab.

Und noch viel mehr Finger gingen bei der Frage hoch, wer zum ersten Mal dabei sei. Schließlich ist viel internationaler Nachwuchs vor Ort bei der Konferenz, die so lässig wie interessant ist und ganz nah an den Arbeitswelten der Kreativen dran.

Nachdem so großartige Illustratoren und Animationskünstler wie Andy Martin, der seine singenden Monster und herrlich schrulligen extraterrestrischen Planetenbewohner vorstellte, oder Jean Jullien, Franzose mit Wohnort London, seine politischen aufgeladenen und frechen Arbeiten zeigte, wird in dem obligatorischen Q&A nach jedem Vortrag nach Tagesabläufen gefragt, danach, wie Character entwickelt werden, ob der Text oder das Bild zuerst da war, man zum Arbeiten Musik oder Podcasts hört, welche Tools man wie benutzt und, im individuellem Fall, ob es stimmt, dass die Comic-Artistin Lizz Lunney, zu deren herrlichen Characters ein Romantic Bison ebenso gehört wie eine Depressed Cat, tatsächlich einen Schlafanzug für nachts und einen für tagsüber hat. Und sie hat.

Ein Reigen guter Arbeiten war bereits heute am ersten Tag zu sehen und dazu gehörte ebenso die Papierkunst von Diana Beltran Herrera (hier im ausführlichen PAGE Porträt), die Toy- und Artworks von Benjamin Van Oost von Toykyo aus Gent und deren spektakuläre Fashionshows für Gaultier, Hugo Boss oder Sonia Rykiel – und am Ende des Tages dann schloss sich der Kreis.

Mit Chu vom argentinischen Kollektiv Doma, Pictoplasma-Gäste der ersten Stunde, der zeigte, wie abstrakt Character Design werden kann – und wie politisch. Ganz wie Doma es zur Krise in Argentinien 2001 wurde, mit ihrer eigenen Version eines diktatorischen Ronald McDonald und es bis heute ist, mit Ping Pong Tischen, die Staatsgrenzen symbolisieren und Monstern, die durch Selbstausbeutung schlapp gemacht haben. 

Zum 10. Jubiläum der Pictoplasma haben wir deren Macher nach ihren 10 Lieblingsfilmen der letzten 10 Jahren gefragt. Hier Die 10 besten Pictoplasma Filme – und hier die Highlights der mehr als 25 Ausstellungen.




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