New Industries Festival

Ausstellungen, Installationen, Workshops und Künstler wie Gillian Wearing: Dortmund beleuchtet Vergangenheit und Zukunft der Industrie.



Detroit ist die derzeit wohl berühmteste »Industrieruine«, eine verwaiste Metropole, Hochburg der Armut und Abenteuerspielpatz von Künstlern, die ganze Straßenzüge in Open-Air-Ausstellungen verwandeln.

Aber auch in Belgien, Nordfrankreich, in Nordengland, Osteuropa und vor allem auch im Ruhrgebiet haben sich Städte und Landschaften durch den Niedergang der Industrie längst verändert.

Jetzt greift ein spannendes Festival ganze sechs Monate lang das Thema auf, beleuchtet Vergangenheit und Zukunft der Industrie und auch, wie der Strukturwandel Musik und Kunst beeinflusst, wie er die Menschen prägt und geprägt hat, was für Auswirkungen er auf die Industrial Music hat – und auf das Leben insgesamt.

Ein Forschungslabor dokumentiert historische und aktuelle Projekte, die sich mit De-Industrialisierung und massiver Industrialisierung in Schwellenländern befasst. Die Ausstellung »Requiem für eine Bank« zeigt Arbeiten von namhaften Künstlern wie Claire Fontaine und Giliam Wearing, Arnout Mik oder auch von Jens Jarisch, der mit Dirk von Lowtzow von Tocotronic zusammen gearbeitet hat und in denen es um das virtualisierte Wirtschaftssystem geht. Die Rauminstallation »Zugunsten einer Gesellschaft von morgen, für die wir heute schon bauen« von Axel Braun kreist um die Dortmunder WestLB, die seit Juni 2012 abgewickelt wird.

Zahlreiche Ausstellungen werden folgen, Moving Type wird zu sehen sein, es finden Konferenzen und performative Rundgänge statt, Konzerte und viele Sonderveranstaltungen mehr.

Das gesamte Programm finden Sie hier.

New Industries Festival, Dortmunder U / Unionsviertel, Eröffnung 13.9., 19 Uhr, bis 2.3.2014

Abb. oben: HMKV im Dortmunder U, New Industries Festival, 2013-2014, © www.laborb.de

Abb. ganz oben: Die Dortmunder Union Brauerei, Braugebäude, ca.1926, Fotograf unbekannt, © LWL-Medienzentrum für Westfalen




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