Melancholie zum Anfassen

Die Diplomarbeit von Anne Deuter spürt Erinnerungen kunstvoll nach.



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Foto: © Yvonne Most

Anne Deuter begab sich für ihre Diplomarbeit »Erin­nerun­g(en) Sammeln« in der Fachklasse Buchkunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle auf die Suche nach der verlorenen Zeit – und zwar im Kontext ihrer eigenen Biogra­fie. Den einen Teil des Projekts bildet das Kunstbuch »Verräumte Erinne­run­gen«.Darin nähert sich die Absolventin in dreizehn Gedichten mal eindringlich konkret, mal andeutend verschwommen ver­schie­denen anekdotischen Er­­in­nerungen aus ihrem Leben.

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Der andere Teil ihrer Arbeit sind drei plastische Grafiken aus Seife auf Passepartoutkarton (siehe Foto oben). Die Artworks zei­gen Grundrisse von Orten ihrer Kindheit, wie einer Wohnung oder Garten­kolonie. Dabei mischen sich Innen- und Außenräume und formen aus der gedanklichen Kartografie ein »melan­cholisches Relief«.

Die gesammelten Erinnerungen eines Lebens bleiben somit unkonkret und erlangen dadurch Allgemeingültigkeit – der Betrach­ter kann sich in die eigentlich sehr intime Arbeit direkt einfühlen.

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