Gehaltsreport 2016: Gibt es einen kleinen Lichtblick für Designer?

StepStone veröffentlichte kürzlich den aktuellen Jahresbericht. Was für die Designbranche interessant ist …



StepStone_Gehaltsreport_2016_Deutschlandkarte
© StepStone

Bereits im letzten Jahr berichtete PAGE über die aktuellen Gehälter in der Werbebranche für Fach- und Führungskräfte. Was kommt, was bleibt, was geht in Sachen Gehälter und Honorare in 2016?

Schaut man sich die StepStone-Grafik (siehe weiter unten) genauer an, fällt eines sofort auf: Wie schon in 2015 ist die Designbranche weder unter den Top-Verdienern noch unter den Gewinner-Branchen zu finden. Das ist in der Tat keine große Überraschung, eher ein alter Schuh. Dem versucht PAGE mit Beiträgen wie »Stundenlohn berechen – Tipps für Designer« oder »Warum Designer 90 Euro Stundenlohne verlangen sollten« entgegenzuwirken.

Die Auflistung der Gehälter nach Branchen zeigt es:

 

StepStone_Gehaltsreport_2016_nach_Branchen

 

Aber zum Glück werden ja die meisten Gestalter Gestalter, weil ihr Herz dafür schlägt und nicht unbedingt weil sie erwarten, die große Kohle zu machen. Angemessen wäre es natürlich trotzdem, ein vernünftiges Honorar zu verdienen.

Bei der Betrachtung der Gehälter nach Studiengängen müssen wir feststellen, dass Design mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt inklusiver variabler Anteile von 41.702 Euro vor den Erziehungswissenschaften und der Sozialpädagogik fast das Schlusslicht bildet. Im letzten Jahr lautete die Zahl allerdings 40.346 Euro und Design stand ganz am Ende der Listeein winziger Lichtblick am Horizont des Gestalter-Honorar-Himmels? Hoffentlich. Dazu auch empfehlenswert zu lesen ist der BDG Gehaltsreport, speziell für Designer.

Mit Uni-Abschluss 28 Prozent mehr als mit Abitur

Aber was sich so oder so immer noch lohnt: ein Studium mit einem universitären Abschluss Diplom FH/Bachelor oder Diplom Uni/Master. Die Gehälter nach Bildungsabschlüssen zeigen, dass sich eine gute Ausbildung – egal in welcher Branche – langfristig auszahlt.

Mit Masterabschluss verdient man im Schnitt 28 Prozent mehr als mit Abitur – so heißt es im StepStone Gehaltsreport 2016. Allerdings waren es in 2015 noch 35 Prozent mehr.

In einer Auflistung zu den Gehältern nach Berufsgruppen sieht man, dass sich Marketing und Kommunikation sowie Design und Architektur auf den hinteren Rängen tummeln. 46.418 Euro verdienen Marketing-Experten in Unternehmen mit 1–500 Mitarbeitern bis hin zu 55.006 Euro in Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern. Design & Architektur: 36.544 Euro in kleinen, 43.700 Euro in mittleren und 50.684 Euro in großen Unternehmen.

Es gilt also nach wie vor:

Große Unternehmen zahlen in der Regel mehr.

Eine Aufstellung zu der Gehalts-Verteilung für Männer und Frauen gab es in diesem Jahr nicht. Letztes Jahr hatten die weiblichen Fach- und Führungskräfte das Nachsehen.

Bei den Bundesländern schafften es dieses Mal Bayern, Bremen und NRW an die Spitze und lösten somit Hessen und Baden-Württemberg ab. Bayern bleibt.

Zum gesamten StepStone Gehaltsreport 2016 geht es hier.

StepStone, Gehaltsreport, Gehalt, Honorare

Auch lesenswert:

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10 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung

Gehaltsreport für Designer 2014

Gehälter in der Onlinebranche

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Gehälter für Kommunikationsdesigner

Gehälter für Texter





2 Kommentare


  1. Miriam Harringer

    Hallo Sebastian,
    der Vergleich bezieht sich auf Studienabschluss oder „nur“ einen Abschluss wie Abi und/oder Ausbildung. Generell verdienen Designer mit universitärem Zertifikat mehr, so der Report. Allerdings ist zu beachten, dass es natürlich auch Ausnahmen gibt! Manchmal können Quereinsteiger oder fertige Azubis auch soviel verdienen wie ein Designer mit Uniabschluss, aber das gehört dann wirklich eher zu den Ausnahmen.
    Ein Studium lohnt sich langfristig zwecks Gehalt und Gelerntem so oder so.


  2. Sebastian

    „Mit Masterabschluss verdient man im Schnitt 28 Prozent mehr als mit Abitur – so heißt es im StepStone Gehaltsreport 2016.“ Wie ist das zu verstehen? Für nur Abitur ohne Weiterbildung (bzw. Ausbildung) gibt es doch gar keine Jobs, oder? Oder ist der Vergleich eben zwischen Ausbildung und Master gedacht?


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