EMMA: Neues Kreativzentrum in Pforzheim

Ist eine lebendige Kreativwirtschaft abseits urbaner Hotspots wie Berlin oder Hamburg möglich? Dieser Frage geht am 10. Oktober ein Tagung in Pforzheim nach, die anlässlich der Eröffnung des Kreativzentrums Emma stattfindet. Wir sprachen mit EMMA-Leiterin Almut Benkert.



Ist eine lebendige Kreativwirtschaft abseits urbaner Hotspots wie Berlin oder Hamburg möglich? Dieser Frage geht am 10. Oktober eine Tagung in Pforzheim nach, die anlässlich der Eröffnung des Kreativzentrums Emma stattfindet (www.emma-pf.de) – einem ehemaligen Schwimmbad, in dem Werkstätten, Ateliers, Büros und Coworking Spaces entstanden sind.

Auf der Konferenz geben Designer und Wissenschaftler wie die Mainzer Modeschöpferin Anja Gockel und Kreativitätsforscher Wolfgang Ullrich aus Karlsruhe Einblicke in Kreativitätsmilieus und Schaffungsprozesse. Zu den Themen gehört das Maker-Movement ebenso wie Crowdstorming. Auch Rolf Kutzera, Geschäftsführer von Jung von Matt/365 und Lars Harmsen, ehemals Geschäftsführer von Magma Brand Design in Karlsruhe.

Wir sprachen mit der EMMA-Leiterin Almut Benkert über die Vorzüge des Selbstständigendaseins in der Provinz. 

Was ist Ihre Antwort auf die Frage, ob eine lebendige Kreativwirtschaft jenseits von Metropolen möglich ist?

Almut Benkert: Auf jeden Fall. Kleinere Städte bieten einen anderen Rahmen, wie günstige Arbeitsbedingungen, Infrastruktur und Kontakte zu einer Vielzahl von Unternehmen. Für manche ist es attraktiver, nicht in einer Metroploe zu leben – und für diese Leute möchten wir eine Anlaufstelle ein.

Die Digitalisierung hat zu neuen Formen des Netzwerkens und des Vertriebs geführt, sodass es nicht mehr zwingend ist, in der Großstadt zu leben, um als Kreativer zu arbeiten. Die Frage, der wir auf der Tagung nachgehen, lautet: Was macht eine Atmosphäre der Kreativität aus? Ist sie zwangsweise urban? Braucht man einen quirligen Großstadtkontext für den kreativen Prozess? Viele werden sagen: Ja, das brauchen wir. Für manche sind aber andere Dinge relevanter – etwa von ihren Einnahmen gut leben zu können.

Warum Pforzheim?

Die Stadt setzt seit rund drei Jahren auf die Stärkung der Kreativwirtschaft – unter anderem, weil wir eine renommierte Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Pforzheim haben. Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze – also Büros und Schreibtische – anzubieten, damit junge Kreative sich hier selbstständig machen können, sowie eine lebendige Plattform für kreativen Austausch zu schaffen.

Natürlich sagen wir nicht: Es geht nur Pforzheim. Das wäre vermessen. Aber wir wollen bewusst ein Gegengewicht setzen zu Städten wie Hamburg oder Berlin.


Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich: bis 26. September unter www.emma-pf.de




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