Das erwartet Personaler 2017 in der Kreativbranche

Die Wirtschaft boomt, Werbe-Agenturen suchen händeringend Personal: Die Standortleiter von Designerdock verraten die wichtigsten Personalmarkt-Trends …



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Arbeitnehmer haben auch 2017 die besseren Karten – während sich Unternehmen und Agenturen um die besten Talente reißen. Der Wettbewerb wird vor allem bei Digitalstellen noch härter.

Die Personalberatung Designerdock liest aus dem vergangenen Jahr vier Haupttrends ab:

  • Agiles Arbeiten, Teilzeit und Remote arbeiten werden immer wichtiger.
  • Gute Leute kosten gutes Geld.
  • Unternehmen punkten vor Agenturen.
  • Ohne ausgeprägtes digitales Know-how geht nichts mehr.

Laut Petra Graef, Geschäftsführerin Designerdock München, gibt es zwar viele Junioren mit fundiertem Digitalwissen, aber im mittleren und seniorigen Bereich fehlt es hier nach wie vor an guten Leuten. Ihr Tipp an Arbeitgeber in der Kreativbranche:

»Lieber schnell zu- und auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen, bevor es ein anderer tut!«

Zudem rät sie zu Offenheit gegenüber internationalen Kandidaten, auch wenn diese noch nicht fließend deutsch sprechen.

Der Standort Frankfurt versucht sich angesichts des bevorstehenden Brexits als Europas neue Finanzmetropole zu positionieren – das mache sich auch im Personalmarkt bemerkbar, so die dortige Designerdock-Geschäftsführerin Ulrike Schwarzenberg: »Die meisten Agenturen in Frankfurt leben nach wie vor vom Finanzdienstleistungsbereich. Wirklich neu ist die Startup-Landschaft in Frankfurt. Das vergangene Jahr hat unglaublich viele Jung-Unternehmer in die Stadt gebracht, die sich mit digitalen Innovationen auf dem Finanzsektor ausprobieren.«

Dass sich der Kreativ-Arbeitsmarkt zugunsten der Bewerber entwickelt, bestätigt Robert Mende von Designerdock Hamburg:

»Das Problem war 2016 nicht mehr, einen Job zu finden, sondern den Job zu finden, der wirklich passt und den Kandidaten gefällt.«

Er beobachtet außerdem den Trend, das gesamte HR-Recruiting auszulagern.

Die Generation Y halte den Markt weiterhin auf Trab, so Linda Graze von Designerdock Stuttgart. »Unsere Kandidaten suchen verstärkt Teilzeitlösungen (75 bis 80 Prozent) und auch unsere Kunden verstehen mehr und mehr, dass eine ganze Generation ihre Entscheidungen eher von einem guten Team und verbesserter Life-Work-Balance abhängig macht, als von Karriere und Gehalt.«

Maria Roth von Designerdock Wien beobachtet im österreichischen Markt, dass flache Hierarchien und bereichsübergreifendes Arbeiten immer mehr zunehmen. Auf Unternehmensseite seien Magister- und sonstige Titel keine unbedingte Eintrittskarte mehr für einen Aufstieg auf Unternehmensseite: »Gefragt sind Profis mit Agenturerfahrung, die das Arbeiten auf unterschiedlichen Brands in relativ hoher Taktung gewohnt sind und dementsprechend dynamisch und flexibel agieren können.«

2017 verspricht also ein spannendes und dynamisches Jahr zu werden, in dem sich Agenturen noch mehr anstrengen müssen, um die besten Talente für sich zu gewinnen.


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