Da sein, wo alle Kreativen sind?

Tipps für die Selbstdarstellung auf Behance – und ein Blick auf den Konkurrenten Dribbble …



Behance, Dribbble, Designer Community, Social Media
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Unaufhaltsam geht Behance seinen Weg als Platzhirsch unter den Designer-Communitys weiter, seit der Übernahme durch Adobe 2012 mit der geballten Power des Kreativsoftware-Giganten im Rücken. Gestalter, die auch nur im Mindesten auf Social Media als Akquisetool setzen, sollten hier präsent sein.

Doch was tun, um unter fünf Millionen Kreativen auf­zufallen? Unter anderem sollte man die Behance-Kurato­ren beeindrucken, die die »Featured Gallery« auf der Startseite bestücken. Dazu muss ein Projekt mindestens sechs rund 1400 Pixel große Bilder haben, gern mit Detail- und Making-of-Aufnahmen. Auch eine aussagekräftige Projektbeschreibung ist elementar.

Um von potenziellen Auftraggebern gefunden zu werden, sollte man Teamarbeiten ganz gezielt den »Creative Fields« zuordnen, in denen man selbst stark ist und zum Projekt beigetragen hat.

Auch gute Tags sind wichtig, von Thema und Genre bis zu angewand­ter Technik und Tools, ob analog oder digital.

Seit dem vergangenen Jahr bietet Behance Unternehmen und Agenturen die nicht eben preiswerte, aber raffinierte Creative Talent Search an. Diese berücksichtigt auch Recher­chekriterien wie bisherige Auftraggeber, besuchte Hochschule, Softwarekenntnisse und so fort. Was natürlich nur funktioniert, wenn an Jobs und Aufträgen Interessierte die Fragen nach »Work Experience« und »Project Settings« auch tatsächlich ausgefüllt haben.

»Oder doch lieber zu Dribbble gehen?«

Oder doch lieber zu Dribbble gehen? Die 800.000 User starke Community, zu der man eine Einladung braucht, gibt sich elitärer und schreckt Amateure mit einer Jahresgebühr von 20 Dollar ab. Ursprünglich als Plattform für work in progress gegründet und mit gewöhnungsbedürftigem Vokabular aus der dribbelnden Basketballwelt arbeitend, funktioniert Dribbble längst ähnlich wie Behance.

Die Hauptunterschiede? Pro Projekt (oder Shot, wie es bei Dribbble heißt) gibt es nur ein Bild und pro Monat nur begrenzte Uploads. Vor allem aber ist Dribbble spitzer auf die digitale Welt, auf UI/UX Designer, Icongestalter und Vektorgrafiker ausgerichtet.

Viele Start-ups, aber auch Branchenriesen wie Google, Facebook oder Dropbox posten dort Designs und suchen nach Mitarbeitern. Die neue Kooperation mit der Prototyping-Plattform InVision unterstreicht diese Ausrichtung. Behance ist nicht nur inhaltlich breiter aufgestellt, sondern spricht auch ein globales Publikum an, derweil Dribbble bisher doch sehr USA-lastig bleibt.

 




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