Blick ins Studio: Alfons Kiefer

Der Illustrator Alfons Kiefer gewährt einen Blick in sein Atelier in der Nähe von München.



 

Alfons Kiefer ist ein alter Hase im Illustrationsgeschäft. Schon 1980 erschien seine erste Illustration, eine Doppelseite, im Playboy. Mit »modernen« Gestaltungsmethoden am Computer hat Alfons Kiefers Arbeit nichts zu tun, er arbeitet rein analog, mit Pinseln und Stiften an der Staffelei.

Die Liste seiner Kunden ist lang – Der Stern, Spiegel und die Süddeutsche Zeitung gehören zu seinem treuen Kundenstamm. Gemeinsam mit Klaus Voormann gestaltete er 1995 die »Beatles Anthology« – an seiner Wand hängen seitdem Fotos der Beatles – und für den Spiegel porträtierte er Gerhard Schröder. Anlässlich seines 60. Geburtstags veröffentliche Alfons Kiefer kürzlich sein Buch »Alfons Kiefer – Illustrationen«, das auf 30 Schaffensjahre zurückblickt.

Das Atelier des Illustrators liegt im Norden von München. Alfons Kiefer beschreibt es so: »Schön, groß und hell – all das ist mein Atelier nicht. Es ist vielmehr klein, unaufgeräumt und dunkel. Das einzige Fenster ist permanent abgedunkelt. Ich arbeite ständig mit Fotoprojektion und da wäre ein ständiges Verdunkeln eher lästig. Außerdem will ich kein ‚echtes‘ Tageslicht; das wechselt ständig, abends ist die Farbtemperatur deutlich wärmer als vormittags und Sonne und Wolken sorgen ebenfalls für ‚Unruhe‘. Ich arbeite seit 30 Jahren mit Tageslichtlampen. Die haben nachts um drei Uhr die selbe Farbtemperatur wie Nachmittags um drei. Ich habe also in meinem Atelier die immer gleiche Stimmung. Auch bin ich nicht der Tatsache unterworfen, dass mit abnehmendem Tageslicht auch die Arbeitslust schwindet.«

Damit er seine Kunden nicht in seinem Atelier empfangen muss, richtete sich Alfons Kiefer einen Ausstellungsraum ein, den er »das Rote Zimmer« nennt. »Hier hängen und stehen meine Bilder – eingerahmt und repräsentativ«, sagt er. »Ein Original aus der Nähe zu sehen, ist immer wieder beeindruckend und da folgen die Kunden auch eher meinen Preisvorstellungen. Die Kunden dürfen rauchen und Kaffee trinken, eine wunderbar entspannte Atmosphäre für Arbeitsgespräche.«

Für unsere Serie Blick ins Studio fotografierte Alfons Kiefer sein Atelier und das Rote Zimmer.




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