Hier verschwimmen Original und Kopie

Das Verhältnis von Original und Kopie umtreibt alle Kreativen – besonders an Hochschulen ist es ein beliebtes Thema. An der HS Mainz entstand im Rahmen eines Typo-Kurses dazu eine interessante Publikation.



Remix & Mashup

Das Buch »Remix & Mashup – Kopieren als Kulturtechnik« der Studentinnen Annika Soja und Lena Manger beschäftigt sich inhaltlich mit Fragen wie: Ist die Unterscheidung zwischen Original und Kopie heute noch sinnvoll? Wo genau liegt die Grenze zwischen einer kreativen Weiterentwicklung und einem Plagiat? Und was passiert eigentlich mit dem Urheberrecht?

Dazu sammelten die Teilnehmer eines Typografie-Kurses an der Hochschule Mainz unter der Leitung von Designerin Siri Poarangan unterschiedliche Meinungen und Haltungen. Die Gestaltung und Konzeption des Buchs war dann jedem Team freigestellt.

Ist die Unterscheidung zwischen Original und Kopie heute noch sinnvoll? Wo genau liegt die Grenze zwischen einer kreativen Weiterentwicklung und einem Plagiat? Und was passiert eigentlich mit dem Urheberrecht?

Annika Soja und Lena Manger entschieden sich für ein visuelles Konzept, das das Thema visuell übersetzt. Dafür wählten sie die Cyanotypie. Bei dieser analogen Drucktechnik wird Papier, nach Einreiben mit einer Mischung aus Ammoniumeisen(III)-citrat und Blutlaugensalz, mit einer Fotografie belichtet, welche nach Auswaschen des Papiers sichtbar wird. Dabei entsteht eine strahlend blaue Farbe, die der Drucktechnik ihren Namen gibt. Das Ergebnis ist einerseits ein Abdruck eines bereits bestehenden Mediums (der Fotografie), durch die neue visuelle Beschaffenheit andererseits ein eigenständiges Original.

Bei den Textpassagen entschieden sich die Studentinnen zugunsten von Lesbarkeit und Verständlichkeit für ein klares, sachliches Layout mit symmetrischem Schweizer Raster. Ein paar typografische Details brachten die beiden aber dennoch mit ein. Für den Fließtext wählten sie die Aperçu, eine serifenlose Groteskschrift, für Randbemerkungen den zugehörigen Monotype-Schriftschnitt. Als Gegenpol wählten sie die plakativere Typo02, um ein kontrastreiches Schriftbild zu schaffen.

Hier ein kleiner Einblick ins Buch:

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Ein Kommentar


  1. Tomas Fey

    Das Thema „umtreibt“ alle Kreativen? Wie darf ich mir das vorstellen? Schwimmen die Kreativen in der Ursuppe und die Originale und Kopien treiben um die Kreativen herum?

    Gemeint war wohl eher „Das Verhältnis von Original und Kopie treibt alle Kreativen um“


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