Was vom Leser übrig bleibt

Einen Leckerbissen offeriert der Verlag Hermann Schmidt dieses Jahr den Fan­tasiebegabten, denn die Geschichten in diesem Buch darf/muss man sich selbst ausdenken.



Einen Leckerbissen offeriert der Verlag Hermann Schmidt dieses Jahr den Fan­tasiebegabten, denn die Geschichten in diesem Buch darf/muss man sich selbst ausdenken.

Shakti Paqué zeigt darin 587 Trouvaillen aus antiquari­schen Büchern, stets mit Hinweis auf den Fundort – darunter Liebesbriefe, Flugtickets, Disco-Eintrittskarten, Zeitungsausrisse, ein Ratgeberflugblatt für Krebskranke, Listen mit guten Vorsätzen, Papierschnipsel, ja sogar eine gepresste Mücke, die wohl zwischen den Seiten des Bandes »You press the button. Fotografie und Konzeptkunst« totgeschlagen wurde.

Es entstehen poetische, rührende, unfreiwillig komische und aufschlussreiche Hinweise aufs komplexe und sehr intime Beziehungsgeflecht zwischen Buch und Leser. Ein Wälzer, der mit minimalem Text viel Lesestoff hergibt und animiert, mal wieder in Antiquariate zu gehen, bevor diese ganz von der Erdoberfläche verschwinden.

> Shakti Paqué: Was vom Leser übrig bleibt.

Mainz (Hermann Schmidt) 2013

640 Seiten

100 Euro

isbn 978-3-87439-838-1

Scan mit Fundort: So schlicht inszenierte Borries Schwesinger Shakti Paqués Fundstücke aus antiquarischen Büchern




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