Starkes, infografisch illustriertes Buch: »Die Erde und ich«

In zwölf Kapiteln in Vergangenheit und Zukunft unseres Planeten reisen – mit eindrücklichen infografischen Illustrationen von Jack Hudson.



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Unsere Erde ist nur ein winziger, blasser blauer Punkt in den Weiten des Universums. Und wie es mit ihm weitergeht, hängt ganz stark von uns ab, den Menschen. Das bei Taschen erschienene Buch »Die Erde und ich« des legendären Biophysikers James Lovelock will uns das nötige Grundwissen an die Hand geben, um die komplexe Gesamtsituation überhaupt zu verstehen.

Marlene Taschen, älteste Tochter des Verlegers Benedikt Taschen und stark ins Verlagsgeschäft involviert, war zu diesem Zweck 2012 an Lovelock herangetreten. Er stellte einen Band mit Texten von zwölf herausragenden Experten zusammen, darunter Quantenphysikerin Lisa Randall, Politphilosoph John Gray, Gehirnforscher und Nobelpreisträger Eric Kandel oder Wirtschaftswissenschaftler Tomas Sedlacek. Eine bewegliche Drehscheibe auf dem Cover funktioniert wie ein kleines Inhaltsverzeichnis und verrät schon die verschiedenen Autoren und ihre Themen. 

Der Grundgedanke des Buchs: die Erde und seine Bewohner als Ganzes, als System zu verstehen, und zwar sowohl im naturwissenschaftlichen als auch im gesellschaftspolitischen Sinn. An welchem Punkt der Erdgeschichte stehen wir gerade? Welche Rolle spielt der Homo sapiens dabei? Wie funktioniert das Geflecht des Lebens auf der Erde und wie wichtig ist biologische Vielfalt überhaupt? Taugt Wirtschaft als Weltananschauung? Ist der Mensch grundsätzlich überhaupt rational genug, um die richtigen Entscheidungen fürs Weiterbestehen des Planeten zu treffen?

Ziemlich harter Stoff also, der da geboten wird – aber wunderschön verpackt von Illustrator Jack Hudson. Der in London lebende Zeichner, der für Kunden wie New York Times, Transport for London oder Google arbeitet, fertigte über 80 teils umfangreiche Illustrationen für »Die Erde und ich an«, teilweise stark infografisch aufgebaut. Manchmal greift er aber auch einfach die provokanten Thesen aus dem Text auf. Zum Beispiel mit der Darstellung einer Maschine, in die jede Menge Produkte hineingeschaufelt und verbrannt werden, bloß damit auf der anderen Seite dafür Geld rauskommt. Sieht so aus, als wäre unser ganzer Planet zu so einer Maschine geworden.

James Lovelock, Jack Hudson:
Die Erde und ich
Hardcover, mit Drehscheibe und Ausklappseiten
21 x 27,4 cm
168 Seiten
29,90 Euro
ISBN 978-3-8365-5391-9
Köln, Taschen Verlag

 

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