Schraffuren: uralte Zeichentechnik – modern interpretiert

Es lohnt sich, genau hinzusehen, wie Bren Luke mit der Schraffurtechnik umgeht



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© Bren Luke

Mit Schraffuren Schwarzweißbildern Plastizität zu verleihen, war eine vor allem vor dem Fotozeitalter für den Bilderdruck notwendige und darum weitverbreitete Kunst. Einer der großen Meister des Schraffierens war natürlich Dürer – und seine Kupferstiche und Holzschnitte hat Bren Luke genau studiert.

Der australische Illustrator setzt die Schraffur aber ganz modern ein, oft mit faszinierender, geradezu mathematischer Genauigkeit. Das Schraffieren ist bei ihm also nicht nur ein Mittel zum Zweck, d.h. um Licht und Schatten in einem Bild zu verteilen und verschiedene Grauwerte zu erzeugen. Mit dem Tuschestift erzeugt er Muster, die ihren ganzen Reiz erst näherer Betrachtung entfalten: ein Frauenmund aus schlichter vertikalen Linien, aus Kreuzschaffuren im 90-Grad-Winkel erschaffene Objekte, akkurate Frisuren … Am besten sollte man sich die Bilder in der Galerie unten groß anzeigen lassen.

Oft erinnern die Motive mit ihren stilisierten Stadtlandschaften und isolierten Personen an Stills aus Schwarzweißfilmen. Wobei Bran Luke natürlich auch mit Farbe arbeitet, zum Beispiel für Kunden wie Virgin Airlines oder Magazine wie »Men’s Health« oder »Popshot«.




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