Menschgemachte Mutanten

Kathrin Heimel und Sarah Jansen erproben die Illustration am menschlichen Körper ...



Wie funktionieren Illustrationen außerhalb von (Anatomie)-Büchern und wie in einer dritten Dimension? Das haben Kathrin Heimel und Sarah Jansen erkundet, zwei Studentinnen der Royal Danish Academy of Fine Arts – School of Design in Kopenhagen.

Sechs Charaktere haben sie erschaffen, die auf der Ikonografie von Freaks des 20. Jahrhunderts basieren. Eine behaarte Frau ist dabei, ein Elefantenmensch, ein Polypen-Paar. Die beiden Studentinnen haben sie in moderne Zusammenhänge gestellt und ihre »Deformationen«, mit denen sie im 20. Jahrhundert in Zirkussen und auf Jahrmärkten ausgestellt wurden, artifiziell hinzugefügt.

So haben sie nicht nur Illustrationen dreidimensional werden lassen, sondern beziehen sich gleichzeitig auf den Begriff des Freaks, wie er heute ausgelegt wird. Längst geht es dabei nicht mehr um von Natur aus entstellte Menschen, sondern um solche, die sich künstlich transformieren, um aus der Masse hervorzustechen.

Durch die Ästhetisierung suchen Kathrin Heimel und Sarah Jansen in ihrer Serie »Manmade Mutants« die Balance zwischen »Faszination und Abscheu, Mitleid und Schadenfreude, Abneigung und Anziehung, Ästhetik und Geschmacklosigkeit« und schaffen gleichzeitig seltsame, moderne und selbstbewusste Zwitterwesen.





2 Kommentare


  1. Uschi Schrödinger

    wow sieht ziemlich gut aus. Geiles Projekt!


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