Kreative protestieren gegen Googles neue Bildersuche

Diverse Kreativverbände – darunter BVPA, Illustratoren Organisation und Allianz Deutscher Designer – kritisieren in einem offenen Brief Googles neue Bildersuche.



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Sicher haben die meisten Kreativen schon gesehen, dass bei der Bildersuche auf Google die Ergebnisse seit einigen Wochen in veränderter Form angezeigt werden. Und zwar in einer Form, die nach Meinung von Experten die Rechte der Urheber weiter untergräbt. Schließlich glaubt heute schon so mancher, Google-Bilder sei so etwas wie ein Selbstbedienungsladen, in dem Urheberrechte nur noch eine lästige Nebensache sind, die man auch gut ignorieren kann … Der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) schreibt zum neuen Interface der Bildersuche folgendes:

»Anders als bislang erscheint jetzt nach dem Anklicken eines Vorschaubildes in der Rasteransicht das Bild in Originalgröße (Blow-Up) ohne Kontext der Webseite aber mit vermeintlich ähnlichen Bildern, ohne Urhebervermerk, dafür aber mit einem Button >Teilen< in Facebook, Twitter, Google+ und zum E-Mail-Versand. Das Bild in Originalgröße darzustellen und es dazu in den Quellcode der Seite einzubinden ist eine unzulässige Vervielfältigung und Online-Zugänglichmachung. Durch die Anzeige der Bildsuchergebnisse in Originalgröße wird der Besuch auf der Ursprungswebseite ersetzt. Google wird so selbst zum Content-Anbieter, der ein suchwortgeneriertes Bilderalbum zum Durchblättern bereitstellt. Die >Teilen<-Funktion ist ebenfalls nicht notwendiger Bestandteil der Suchergebnisanzeige und damit auch nicht von einer faktischen Einwilligung gedeckt.«

Neun Verbände haben sich nun zu einem offenen Brief zusammengetan, in dem sie Google Germany auffordern, »zu einer rechtskonformen Suchanzeige von Bildern zurückzukehren und insbesondere die Blow-Up- und >Teilen<-Funktion zu entfernen.«

Den offenen Brief, der sich hier herunterladen lässt, haben neben dem BVPA die AGD (Allianz deutscher Designer), der Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), dju in ver.di,  das Center of Picture Industry (CEPIC), die Illustratoren Organisation e.V., die Professional Image Creators (pic), sowie der Centralverband Deutscher Berufsfotografen – Bundesinnungsverband unterschrieben.


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