Foto-Würfelspiel über die Dramen der Flucht

Jonathan Heuser hat ein bemerkenswertes Erstsemesterprojekt entwickelt – ein mit eindringlichen Fotos bebildertes, spannendes Brettspiel.



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Asifa, Fatima, Ismael, Abbas, Bassam und Ibrahim heissen die Figuren, die zwei bis sechs Spieler bei diesem Brettspiel auf ihrer hindernisreichen Reise von Syrien nach Deutschland begleiten können. Die Personen mögen fiktiv sein, was sie auf verschiedenen Flüchtlingsrouten erleben, ist real.

Nicht ohne Grund hat Jonathan Heuser, Erstsemester an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg, sein Projekt »Spiel des Lebens« genannt. Der Name erinnert an ein bekanntes Spiel der achtziger Jahre, in der es um Lebensläufe von Abitur bis Rente ging. Beim Stöbern in alten Spielen war der junge Gestalter darauf gestoßen – und ließ sich dazu inspirieren, das Prinzip auf eine aktuelle Situation zu übertragen. Tatsächlich entscheiden ja wie beim Würfeln aberwitzige Zufälle oft über Wohl und Wehe der Flüchtlinge.

Seinen realitätsnahen Charakter erhält das Spiel über die teils dramatischen Fotos, die die Spielfelder kennzeichnen. »Mit dem Projekt möchte ich für mehr Empathie mit den flüchtenden Menschen und für eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Flüchtlingssituation sorgen«, so Heuser. Dass es dabei teilweise schockierend und provozierend zugeht, ist eingeplant.

Natürlich handelt es sich hierbei bisher nur um einen Entwurf. Aber wir könnten uns eine Umsetzung gut vorstellen. Ist ein Spielverlag interessiert? Betreut wurde die Arbeit von den Professoren Markus Rathgeb und Herbert Moser sowie von Kristof Georgen.

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