Food-Illustrationen, die hungrig machen

Joël Penkman erzählt, wie sie Food-Illustrationen malt, die so täuschend echt aussehen, dass man gleich hineinbeißen möchte.



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Making paint: grinding with a glass muller

Sehr, sehr appetitanregend sind die Bilder der in Liverpool lebenden Joël Penkman – eine von fünf Illustratoren, die wir in der dieser Tage erscheinenden PAGE 9.2015 in einem Artikel über den aktuellen Trend zur (hyper-)realistischen Illustration vorstellen. Tolle Originale  der Arbeiten von Joël Penkman lassen sich übrigens unter anderem bei Etsy kaufen. Als Illustratorin wird sie von der Agentur Handsome Frank vertreten.

Ess- und Trinkbares scheint dein Lieblingsthema zu sein – warum?
Ich liebe Essen, gleichzeitig ist das Thema dem Betrachter vertraut, weil wir ja alle essen … Essen kann kulturelle Bedeutungen transportieren, Erinnerungen speichern, uns hungrig machen. Es ist ein Thema, das Spaß macht und uns oft zum Lächeln bringt.

Wie entstehen deine Bilder?
Ich male meistens mit Ei-Tempera. Ich liebe dieses Medium wirklich, aber es ist kompliziert. Alle meine Farben mahle ich per Hand aus Pigmenten, die als feuchte Paste aufbewahrt werden, bis ich sie brauche. Dann nehme ich ein wenig davon und mische es mit Eigelb. Die Farbe wird in vielen hauchdünnen Schichten aufgetragen. Man muss immer warten, bis ein Bereich getrocknet ist, um ihn zu übermalen, weil sonst der Pinsel die unteren Farbschichten wieder abträgt. Ich male auf traditioneller Gesso-Grundierung, die ich selbst per Hand herstelle. Ei-Tempera ist keine flexible Farbe und braucht darum einen steifen Untergrund (kein Papier oder Leinwand), der das Ei-Tempera gerade in richtigem Maße absorbiert. Gesso ist dafür der perfekte Untergrund.

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Gesso made from water, rabbit skin glue, whiting and titanium white pigment

 

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Painting the gesso boards

Wie würdest du deinen Stil bezeichnen?
Semi-fotorealistisch, zeitgenössische Stillleben.

Was hältst du vom Begriff Hyperrealismus, lassen sich deine Arbeiten damit beschreiben?
Meine Arbeit ist so bezeichnet worden, aber ich glaube, das trifft es nicht. Aus der Nähe ist jeder Pinselstrich sichtbar und man kann durch die Farbe hindurch die darunter liegenden Farbschichten erkennen. Aus der Entfernung können die Bilder wie Fotos aussehen, aber aus der Nähe nicht mehr.

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The final stages of painting

 

 Mehr zum Thema »Food-Illustrationen« erfahren Sie in PAGE 09.2015 im PAGE-Shop!




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