Plakatkunst von Martin Kippenberger

Martin Kippenberger war der große, abgründige Spaßvogel unter dem Künstlern und gestaltete die Plakate für seine Ausstellungen meist selbst. Jetzt sind die eigensinnigen Schmuckstücke im Museum Folkwang zu sehen.



Er wollte der große Trashkünstler sein, der die Erbärmlichkeit feiert, den Dilettantismus – und vor allem das Anti, zog im Anzug durch die punkige Künstlerszene des Berlin der 80er, fuhr später mit seinem Eier-Mobil durch die Lande – und wird auch 17 Jahre nach seinem Tod als einer der großen deutschen Künstler gefeiert: Martin Kippenberger (1953-1997), der die 80er- und 90er-Jahre durch den Fleischwolf seiner Wahrnehmung drehte und neu zusammen setzte – und zwar so, dass Bild und Text keinesfalls zusammen passen und auf beste Weise irritieren.

Die Plakate seiner Ausstellungen gestaltete der Maniac gleich selber mit – und jetzt sind sie im Museum Folkwang zu sehen.

Die 90 gezeigten Plakate sind ein Rückblick auf die wilden 80er und milderen Nineties und ein Lehrgang in Sachen Ironie, Fabulierkunst und bestem Sprüche klopfen, nach dem auch die Ausstellung benannt ist »Du kommst auch noch in Mode!« heißt es bis zum 18. Januar 2015 in Essen.




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