Die morbide Schönheit medizinischer Illustrationen

 

So gruselig die Darstellungen sind – von diesen medizinischen Illustrationen geht dennoch ein nicht zu leugnender ästhetischer Reiz aus …



 

So gruselig die Darstellungen sind – von diesen medizinischen Illustrationen geht dennoch ein nicht zu leugnender ästhetischer Reiz aus …

»The Sick Rose«, die kranke Rose, heisst eigentlich ein berühmtes Gedicht des britischen Dichters William Blake – hier ist es jedoch der Titel eines jüngst im Londoner Verlag Thames & Hudson erschienenen Buchs des britischen Medizinhistorikers Richard Barnett. Der Autor arbeitete dabei mit der Wellcome Collection zusammen, einem merkwürdigen privaten Londoner Museum, das über die größte Sammlung medizinischer Kunst der Welt verfügt – 1936 vom manischen Sammler Sir Henry Wellcome gegründet. Für alle Fans des Morbiden eine Anlaufstelle beim nächsten London-Besuch?

Rein auf die medizinische Illustration des viktorianischen Zeitalters hingegen konzentriert sich »The Sick Rose« mit Abbildungen aus einer Zeit, als andere Mittel der medizinischen Aufklärung noch nicht zu Gebote standen. Lepra, Tuberkulose, Krebs, Syphilis und diverseste Hautkrankheiten werden in in drastischen und doch hochkünstlerischen Bildern dargestellt, die zumeist aus medizinischen Lehrbüchern stammen, aber auch auf Schautafeln vor den Gefahren ansteckender Krankheiten warnten. Dazu erzählt Richard Barnett faszinierende Geschichten, die aber auch oft ganz schön gruselig sind … 

Richard Barnett: 

The Sick Rose Or Disease and the Art of Medical Illustration

Thames & Hudson, London

256 Seiten

19,95 Pfund

ISBN 9780500517345

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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